AfD mit 29 Prozent erstmals bundesweit vor der CDU – was bedeutet dieser Aufstieg?
Madlen ScholzAfD mit 29 Prozent erstmals bundesweit vor der CDU – was bedeutet dieser Aufstieg?
Die politische Landschaft Deutschlands verändert sich rasant. Die AfD liegt mit 29 Prozent erstmals in bundesweiten Umfragen vorn – neun Punkte vor der CDU. Die traditionellen Parteien wirken ohnmächtig gegen ihren Aufstieg.
Die Versuche, die AfD einzudämmen, scheitern auf ganzer Linie. Überwachungsmaßnahmen und bürokratische Hürden konnten ihren Zulauf nicht bremsen. Auch die pauschale Stigmatisierung als „extremistisch“ oder „nazistisch“ verfehlt zunehmend ihre Wirkung in der Öffentlichkeit.
Ein kürzlich veröffentlichtes Foto des CDU-Politikers Guido Heuer mit dem AfD-Abgeordneten Ulrich Siegmund löste in Berlin Empörung aus. Das Bild steht symbolisch für den bröckelnden „demokratischen Schutzwall“ gegen die AfD. Kritiker wie Eva von Angern verurteilten den Umgang: Ein Demokrat dürfe sich nicht mit AfD-Vertretern gemein machen.
Der Aufstieg der Partei ist unaufhaltsam. In Sachsen-Anhalt könnte die AfD bei der Landtagswahl am 6. September sogar die absolute Mehrheit erringen. Gleichzeitig stellt ZDF-Moderator Markus Lanz öffentlich die Frage, wie lange der Ausschluss von AfD-Politikern aus dem öffentlichen Diskurs noch aufrechterhalten werden kann.
Die wachsende Macht der AfD markiert einen Wendepunkt in der deutschen Politik. Der Zusammenbruch der politischen Quarantäne scheint unvermeidbar. Ihre elektoralen Erfolge zwingen die etablierten Parteien nun, sich einer neuen Realität zu stellen.






