15 May 2026, 12:59

AfD stark in Umfragen, doch Kommunalwahlen zeigen Schwächen in Ostdeutschland

Ein Mann und eine Frau stehen vor einer Menge, der Mann hält einen Stock in der Hand, auf einem Papier mit Wörtern und Zahlen, die einen deutschen Sieg anzeigen.

AfD stark in Umfragen, doch Kommunalwahlen zeigen Schwächen in Ostdeutschland

Die rechtspopulistische AfD hat in bundesweiten Umfragen einen Aufschwung erlebt und liegt derzeit zwei bis drei Prozentpunkte vor der Union aus CDU und CSU. Doch bei Kommunalwahlen in Ostdeutschland zeigt sich ein anderes Bild: Von 26 Wahlen, an denen die Partei in diesem Jahr teilnahm, konnte sie lediglich zwei Siege erringen. Die gemischten Ergebnisse verdeutlichen sowohl ihren wachsenden Einfluss als auch die anhaltenden Schwierigkeiten auf lokaler Ebene.

In Sachsen-Anhalt kommt die AfD derzeit auf 41 Prozent in den Umfragen, in Mecklenburg-Vorpommern sind es 36 Prozent. Trotz dieses Aufschwungs wechseln nur wenige der enttäuschten CDU- und CSU-Wähler zur AfD. Viele andere planen stattdessen, der Wahl fernzubleiben oder linke Alternativen zu unterstützen.

Der Kreistagswahlkampf in der Uckermark entwickelte sich zu einem wichtigen Gradmesser für die lokale Anziehungskraft der AfD. Die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk verteidigte ihren Sitz mit klarem Vorsprung gegen den AfD-Kandidaten Felix Teichner. Während des Wahlkampfs wies Dörk Debatten über die sogenannte „Brandmauer“ gegen die AfD als Ablenkung zurück und setzte stattdessen auf ihre Bilanz und Kompetenz.

Teichner, AfD-Abgeordneter und bekannt dafür, am Klavier Lieder des linken Liedermachers Hannes Wader zu spielen, inszenierte sich im Wahlkampf als bodenständig und sympathisch. Doch diese Strategie reichte nicht aus, um in einer Region zu siegen, in der die AfD in landesweiten Umfragen bereits stark vertreten ist.

Eine aktuelle Folge des Podcasts Bundestalk beleuchtete, wie etablierte Parteien auf den Aufstieg der AfD reagieren könnten. Experten der Sendung diskutierten mögliche Strategien und die politische Zukunft Deutschlands angesichts sich wandelnder Wählerloyalitäten.

Die starke Position der AfD in bundesweiten Umfragen steht im Kontrast zu ihren begrenzten Erfolgen auf kommunaler Ebene. Zwar dominiert die Partei in einigen ostdeutschen Bundesländern die Stimmungsbilder, doch gelingt es ihren Kandidaten oft nicht, diese Unterstützung in Rats- oder Bürgermeistersitze umzumünzen. Die Ergebnisse zeigen: Umfragewerte schlagen sich nicht automatisch in Wahlerfolgen nieder.

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