Baden-Württemberg: Nicole Razavi übernimmt Verkehrsministerium nach Hermanns Ära
Ida BlochBaden-Württemberg: Nicole Razavi übernimmt Verkehrsministerium nach Hermanns Ära
In Baden-Württemberg vollzieht sich ein Wechsel an der Spitze der Verkehrspolitik: Nach 15 Jahren gibt Winfried Hermann sein Amt ab. Der langjährige grüne Minister wird von Nicole Razavi abgelöst, einer erfahrenen Politikerin mit fast zwei Jahrzehnten Erfahrung im Landtag. Razavi wechselt von ihrem Posten als Bauministerin in die Verantwortung für den Verkehrsbereich in der neuen grün-schwarzen Koalitionsregierung.
Winfried Hermann prägte maßgeblich die Mobilitätspolitik des Landes. Während seiner 15-jährigen Amtszeit baute er das Schienennetz aus, förderte die Radinfrastruktur und trieb den Ausbau von Ladesäulen für Elektrofahrzeuge voran. Sein Rückzug markiert das Ende einer Ära grüner Verkehrspolitik.
Nicole Razavi bringt umfangreiche Erfahrung mit. Seit 2006 ist sie Mitglied des Landtags und hat sich als prägende Stimme in Debatten zu Wohnungsbau und Infrastruktur einen Namen gemacht. Anders als Hermann kritisierte sie offen vergangene Verkehrsprojekte der Grünen und der SPD, unterstützte aber gleichzeitig Großvorhaben wie Stuttgart 21.
In ihrer neuen Rolle wird sie zentrale Projekte steuern, darunter die Fertigstellung von Stuttgart 21. Razavis Wechsel vom Bauministerium ins Verkehrsressort spiegelt die veränderten Prioritäten der Koalition wider. Der Wechsel erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die Grünen gemeinsam mit der CDU die neue Landesregierung bilden.
Ihre Ernennung deutet auf eine Neuausrichtung der Verkehrspolitik in Baden-Württemberg hin. Künftig wird sie Projekte verantworten, die sie einst mitgetragen hat – darunter das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21. Gleichzeitig endet mit Hermann eine lange Ära, die das Land mit einer deutlich ausgebauten Verkehrsinfrastruktur zurücklässt.






