BaFin tauscht gesamte Berenberg-Führung nach Governance-Mängeln aus
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat die gesamte dreiköpfige Geschäftsführung der Berenberg Bank ausgetauscht. Dieser Schritt erfolgt nach einer Prüfung, bei der mögliche Verstöße gegen die Unternehmensführung aufgedeckt wurden. Zwei neue Sonderbeauftragte wurden eingesetzt, um die Bank zu führen.
Die Maßnahme der BaFin basiert auf den Erkenntnissen der Jahresprüfung 2025. Bestimmte Markttransaktionen wiesen demnach Mängel in der Transparenz auf, was während der Ermittlungen auf Bedenken stieß. In der Folge wurden Dr. Hans-Walter Peters und Michael Horf als Sonderbeauftragte berufen, um die Führung zu übernehmen.
Dr. Hans-Walter Peters zeichnet nun für den Bereich Märkte und Kundenservice verantwortlich. Michael Horf übernimmt im Vorstand die Leitung der Post-Trade-Services. Laura Janssens bleibt Chefetin des Investmentbankings, während Frederik Gottlob weiterhin die Bereiche Unternehmens-, Vermögens- und Asset-Management leitet.
Trotz der Umbrüche rechnet die Bank für 2025 weiterhin mit einem positiven Jahresergebnis von rund 20 Millionen Euro. Für das erste Halbjahr 2026 wird zudem ein starkes Ergebnis mit Gewinnen von nahezu 40 Millionen Euro prognostiziert. Die BaFin bestätigte, dass das operative Geschäft, die Unternehmensstrategie und die Arbeitsplätze von den Veränderungen unberührt bleiben.
Der Führungswechsel zielt darauf ab, die in der Prüfung identifizierten Governance-Probleme zu adressieren. Die neuen Vertreter sollen die Bank nun in die Zukunft führen. Die Finanzprognosen und der Tagesbetrieb werden durch die Änderungen voraussichtlich nicht beeinträchtigt.






