19 March 2026, 10:49

Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Tracht und Folklore-Figuren aus

Stadtstraße mit Zebrastreifen und Ampel, Fahrzeuge, Fußgänger mit Regenschirmen auf dem Gehweg, Bäume, Gebäude und bewölkter Himmel.

Wenn es grün ist, hoppeln Sie weiter - spezielle Verkehrslichtszenen sind auf dem Vormarsch - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Tracht und Folklore-Figuren aus

Mehrere bayerische Städte haben ihre herkömmlichen Fußgängerampeln durch Entwürfe ersetzt, die von der lokalen Kultur inspiriert sind. Die Initiative stößt sowohl auf Begeisterung als auch auf Debatten über die Verkehrssicherheit. Einige Kommunen erhielten eine Sondergenehmigung für die Einführung der kuriosen Figuren, andere sahen sich zunächst mit Widerstand konfrontiert.

Den Anfang machte unter anderem die Stadt Dachau, wo die Ampeln nun Figuren in traditioneller bayerischer Tracht zeigen. Die Kosten für die Schablonen und die Arbeit des Grafikdesigners beliefen sich auf nur 300 Euro. München folgte mit drei Pumuckl-Ampeln, während Straubing den Bruder Straubinger, eine Figur aus der regionalen Folklore, einführte.

Augsburgs Kasperl-Ampel erforderte die Zustimmung der Regierungsbezirkierung Schwaben. Nürnberg wiederum ersetzte seine Standardampeln durch ein Bild von Albrecht Dürers "Feldhase" – anlässlich des 555. Geburtstags des Künstlers. Der Antrag der Stadt wurde zwar von der Bezirksregierung genehmigt, doch die genauen Kriterien für die Freigabe bleiben unklar.

Hofs Plan, den ikonischen Würstchenverkäufer Wärschtlamo abzubilden, scheiterte zunächst an Bedenken der Behörden, die das Vorhaben aus Sicherheitsgründen ablehnten – revidierten ihre Entscheidung später jedoch. Auch Deggendorf zog nach: Dort wirft eine Frau auf dem Fußgängersignal nun Knödel.

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Das bayerische Innenministerium zeigt sich kritisch gegenüber den individuellen Designs. Beamte argumentieren, dass Verkehrssignale klar und sofort erkennbar sein müssten, um Verwirrung zu vermeiden. Trotz dieser Bedenken kommt die Aktion bei den Einwohnern gut an, die darin eine humorvolle Feier der regionalen Identität sehen.

Die umgestalteten Ampeln prägen nun das Straßenbild mehrerer Städte und verbinden alltägliche Infrastruktur mit lokalem Stolz. Während einige Kommunen bürokratische Hürden überwinden mussten, setzten andere das Projekt mit minimalen Kosten um. Die Diskussion über Sicherheit und Tradition wird jedoch voraussichtlich weitergehen.

Quelle