28 June 2026, 12:24

Berliner Kirchen werden zu kühlen Schutzorten gegen die Sommerhitze

Berliner Kirchen bieten kühlen Schutz

Berliner Kirchen werden zu kühlen Schutzorten gegen die Sommerhitze

Kirchen in Berlin und Brandenburg bieten Schutz vor Hitze

Kirchen in Berlin und Brandenburg engagieren sich vermehrt, um während Hitzeperioden kühle Zufluchtsorte anzubieten. Dank ihrer Architektur verfügen viele über natürlich kühle Innenräume und eignen sich damit ideal als Rückzugsorte. Lokale Gemeinden rufen nun weitere Kirchen auf, ihre Türen als zugängliche Schutzräume für Menschen zu öffnen, die Abkühlung von den hohen Temperaturen suchen.

Die katholische und evangelische Kirche in der Region haben ihre Mitgliedsgemeinden aufgefordert, Räumlichkeiten bereitzustellen. Allerdings zwingen finanzielle Engpässe viele dazu, sich auf Ehrenamtliche zu verlassen, um ihre Türen offenhalten zu können. Lediglich 13 evangelische Kirchen in Berlin haben derzeit werktags durchgehend geöffnet, einige weitere an ausgewählten Tagen oder bei extremen Temperaturen.

Die St.-Marien-Kirche am Fernsehturm bleibt dank Spenden von Touristen, die einen hauptamtlichen Küster finanzieren, täglich geöffnet. Auch die Apostel-Paulus-Kirche in Schöneberg hat ganzjährig geöffnet – getragen von lokalen Freiwilligen. Die Wichern-Kirche im Norden Spandaus hat sich der Initiative angeschlossen und bietet Anwohnern einen Ort zum Abkühlen, Plaudern oder Innehalten.

Oppositionsparteien kritisieren den Senat für mangelndes Engagement. Tobias Schulze von der Linken wirft den Behörden vor, es versäumt zu haben, Kirchen, Einkaufszentren, Bibliotheken oder Gemeinschaftsräume für die Hitzehilfe einzubinden. Werner Graf von den Grünen fordert zudem, dass Kunstmuseen und Ausstellungshallen bei extremer Hitze kostenlos ihre Türen öffnen.

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Die Aktion unterstreicht die Bedeutung von Gemeinschaftsinitiativen und ehrenamtlichem Einsatz bei der Bereitstellung kühler Rückzugsorte. Zwar leisten Kirchen mit passender Architektur bereits Hilfe, doch begrenzte Ressourcen und Untätigkeit des Senats bleiben Herausforderungen. Angesichts steigender Temperaturen wird der Appell an mehr öffentliche Räume, ihre Türen zu öffnen, immer dringlicher.

Quelle