Boryszew Kunststofftechnik schließt bis Jahresende – 430 Jobs in Gefahr
Madlen ScholzKein Investor: Auto-Zulieferer Boryszew stoppt Produktion - Boryszew Kunststofftechnik schließt bis Jahresende – 430 Jobs in Gefahr
Boryszew Kunststofftechnik, ein großer Automobilzulieferer in Sachsen-Anhalt, stellt bis Jahresende die Produktion ein. Das auf Innenraumkomponenten spezialisierte Unternehmen hat trotz monatelanger Suche keinen langfristigen Investor finden können. Von der Schließung betroffen sind rund 430 Mitarbeiter an den Standorten Gardelegen und Idar-Oberstein.
Der Insolvenzverwalter hatte versucht, einen Käufer für Boryszew zu finden – einen der größten Zulieferer der Region für die Automobilbranche. Der Volkswagen-Konzern, ein wichtiger Abnehmer, bezog von dem Unternehmen Innenraumteile. Doch die anhaltenden Schwierigkeiten in der deutschen Autoindustrie machten eine Investorensuche unmöglich.
Die Produktion wird nun bis Dezember vollständig heruntergefahren. Zwar sollen weiter Lösungen gesucht werden, doch bisher hat sich kein Investor bereit erklärt, den Betrieb aufrechtzuerhalten. Die Entscheidung wirft die Belegschaft in eine ungewisse Zukunft, während das Unternehmen seine Türen schließt.
Das Aus für Boryszew markiert das Ende eines langen Ringens um das Überleben des Unternehmens, das jahrelang als wichtiger Zulieferer für große Automobilhersteller galt. Da kein Käufer gefunden wurde, konzentriert sich das Unternehmen nun auf die Abwicklung der Schließung. Der Verlust von 430 Arbeitsplätzen belastet eine Branche, die ohnehin schon unter Druck steht.






