Brandenburgs neuer Bildungsplan 2035: Mehr Lehrer, weniger Krisen – doch reicht das?
Gunda JopichBrandenburgs neuer Bildungsplan 2035: Mehr Lehrer, weniger Krisen – doch reicht das?
Brandenburgs Landtag beschließt langfristige Bildungsinitiative
Der Landtag Brandenburgs hat ein neues langfristiges Bildungsprogramm verabschiedet. Der Plan „Bildungsland Brandenburg 2035“ soll die anhaltende Schulkrise bewältigen. Bildungsminister Gordon Hoffmann betonte, dass sowohl schnelle Lösungen als auch eine nachhaltige Strategie nötig seien.
Die Krise ist vor allem auf einen akuten Lehrkräftemangel und steigende Schülerzahlen zurückzuführen. Die vorherige SPD-BSW-Koalition hatte im Haushalt 2025 zur Kostensenkung 345 Vollzeitstellen im Lehrbereich gestrichen. Nun will die neue SPD-CDU-Regierung gegensteuern und 250 zusätzliche Stellen schaffen.
Minister Hoffmann räumte die Dringlichkeit der Lage ein. Gleichzeitig verwies er auf die Notwendigkeit langfristiger Planung, da die Schülerzahlen ab 2028 – insbesondere an Grundschulen – deutlich sinken werden. Dennoch könnten Schulen im kommenden Schuljahr noch Anpassungen am Stundenplan vornehmen müssen.
An der Initiative sollen Lehrkräfte, Schüler, Eltern, Kommunalvertreter, Wissenschaftler und preisgekrönte Pädagogen mitwirken. Gemeinsam sollen sie Schwerpunkte setzen und neue Formate erproben. Kritik kommt jedoch von der Opposition: Dennis Hohloch wirft dem Plan vor, es fehle an Sofortmaßnahmen, während Falk Peschel ihn als „Konzeptitis“ abtut.
Die Initiative markiert einen Kurswechsel in der brandenburgischen Bildungspolitik. Sie zielt darauf ab, aktuelle Engpässe zu überwinden und sich gleichzeitig auf demografische Veränderungen vorzubereiten. Nun steht die Regierung vor der Herausforderung, die Pläne wirksam umzusetzen.






