02 May 2026, 02:28

Brandenburgs Schulen in der Krise: Lehrermangel zwingt zu Notlösungen wie Hybridunterricht

Kinder sitzen an Tischen in einem Klassenzimmer mit Büchern und Stiften, mit Papieren an der Wand dahinter.

Brandenburgs Schulen in der Krise: Lehrermangel zwingt zu Notlösungen wie Hybridunterricht

Brandenburg kämpft mit massivem Lehrkräftemangel – und sucht nach Notlösungen

Der akute Mangel an Lehrpersonal zwingt Brandenburg zu ungewöhnlichen Maßnahmen. Im Haushalt 2025 strich das Land 345 Vollzeitstellen im Schulbereich, während gleichzeitig bestehende Stellen unbesetzt bleiben. Um den Unterricht aufrechtzuerhalten, setzt man nun auf Fernunterricht und Quereinsteiger.

Ursache des Problems ist der Mangel an qualifizierten Lehrkräften auf dem brandenburgischen Arbeitsmarkt. Trotz intensiver Werbekampagnen hat die SPD/CDU-Koalition lediglich die Schaffung von 250 neuen Lehrstellen zugesagt – deutlich weniger, als mit den 345 gestrichenen Positionen weggefallen sind. Bildungsminister Gordon Hoffmann räumte ein, dass der aktuelle Vertretungsunterricht im kommenden Jahr möglicherweise nicht mehr flächendeckend gewährleistet werden kann.

Ein Pilotprojekt erprobt derzeit ein hybrides Unterrichtsmodell: Eine Lehrkraft unterrichtet eine Klasse vor Ort, während eine weitere Schülergruppe per Videokonferenz zugeschaltet wird. Dafür benötigen die Schulen jedoch Kameras, Bildschirme, eine stabile Internetverbindung und abgestimmte Stundenpläne.

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Da qualifizierte Bewerber fehlen, wirbt Brandenburg vermehrt Quereinsteiger an – Fachkräfte aus anderen Berufen, die in verkürzten Qualifizierungsprogrammen auf den Schuldienst vorbereitet werden. Doch selbst mit diesen Maßnahmen kann die Nachfrage nicht gedeckt werden. Die Behörden warnen, dass Personalengpässe vorerst bestehen bleiben.

Das Bildungssystem des Landes steht unter Druck: Sparmaßnahmen und Rekrutierungsschwierigkeiten belasten die Schulen. Fernunterricht und Quereinsteiger mögen die Not etwas lindern, doch die Zukunft bleibt ungewiss. Ohne deutlich mehr qualifizierte Lehrkräfte ist eine vollständige Unterrichtsversorgung auf absehbare Zeit unwahrscheinlich.

Quelle