27 April 2026, 20:36

BSI setzt mit C3A-Kriterien neue Maßstäbe für digitale Souveränität in Europa

Diagramm eines Cloud-Computing-Systems mit mehreren Geräten (Laptop, Mobiltelefon, Tablet), die über gesicherte Verbindungen miteinander verbunden sind und den Zugriff auf Anwendungen und Daten von jedem vernetzten Gerät ermöglichen.

BSI setzt mit C3A-Kriterien neue Maßstäbe für digitale Souveränität in Europa

Europas digitale Souveränität gewinnt an Fahrt – angetrieben durch geopolitische Verschiebungen und den Bedarf an sicheren, selbstbestimmten Cloud-Diensten. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) arbeitet seit 2024 eng mit einer führenden Technologieplattform zusammen, um diese Ziele in die Tat umzusetzen. Im Mittelpunkt der Kooperation stehen nun die neuen C3A-Kriterien, die sicherstellen sollen, dass Cloud-Dienste strenge technische, operative und rechtliche Standards erfüllen.

Die C3A-Kriterien bieten ein strukturiertes Rahmenwerk zur Bewertung der Cloud-Sicherheit. Sie umfassen alles – von technischen Schutzmaßnahmen bis hin zur rechtlichen Compliance – und garantieren, dass die Dienste unter europäischer Kontrolle bleiben. Diese Regeln gelten nicht nur für die öffentliche Verwaltung, sondern dienen auch als Vorbild für den privaten und kommerziellen Sektor.

Einer der ersten Partner bei der Entwicklung dieser Kriterien war eine bekannte Technologieplattform. Ihre Zusammenarbeit mit dem BSI hat bereits konkrete Ergebnisse hervorgebracht, etwa das Delos-Cloud-Projekt. Dabei wird Microsofts Cloud-Technologie so angepasst, dass sie den deutschen Anforderungen als sichere, souveräne Lösung entspricht.

Thomas Caspers, Vizepräsident des BSI, verknüpft den Vorstoß für digitale Souveränität mit übergeordneten geopolitischen Zwängen. Europa müsse auch dann handlungsfähig bleiben, wenn globale Lieferketten oder Anbieter unzuverlässig werden. Eine widerstandsfähige, souveräne Cloud müsse unabhängig von externen Störungen zuverlässig funktionieren.

Auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit spielt eine zentrale Rolle. Das BSI und die französische ANSSI stimmen ihre nationalen Standards aufeinander ab, um einen einheitlichen europäischen Ansatz zu schaffen. Diese Partnerschaft stärkt die Fähigkeit des Kontinents, konsistente Sicherheits- und Souveränitätsmaßnahmen durchzusetzen.

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Mit den C3A-Kriterien des BSI und dem Fokus auf widerstandsfähige Cloud-Infrastrukturen geht es nun von der Planung in die Umsetzung. Projekte wie Delos Cloud zeigen, wie digitale Souveränität in der Praxis funktioniert, während die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich für eine gemeinsame europäische Strategie sorgt. Diese Schritte zielen darauf ab, Cloud-Dienste gegen geopolitische Risiken abzusichern und die operative Kontrolle in der Region zu behalten.

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