Bundesregierung in der Kritik: Millionen für externe Berater – doch wo bleibt die Transparenz?
Gunda JopichBundesregierung in der Kritik: Millionen für externe Berater – doch wo bleibt die Transparenz?
Die deutsche Bundesregierung steht wegen ihrer Ausgaben für externe Kommunikationsberater in der Kritik. Der linke Bundestagsabgeordnete Dietmar Bartsch fordert von allen Ministerien und der Bundeskanzlei Transparenz über die Mittel, die für Krisenkommunikation, Imageberatung und strategische Dienstleistungen ausgegeben werden.
Bartsch reichte eine offizielle Anfrage ein, um aufzudecken, wie viel Steuergeld an Berater fließt, die unpopuläre politische Maßnahmen „verpacken“ sollen. Er vermutet, dass die Regierung das wahre Ausmaß dieser Ausgaben verschleiern könnte.
Als Reaktion erklärte der Staatssekretär im Finanzministerium, Dennis Rohde (SPD), im Namen der Ressorts, es sei „unmöglich“, die angeforderten Daten innerhalb einer Woche zusammenzustellen. Bartsch kritisierte dies als eine Beleidigung für Parlament und Steuerzahler.
Er argumentierte, dass entweder die Anzahl der Verträge und die damit verbundenen Kosten zu umfangreich seien, um sie kurzfristig zu erfassen – oder dass die Ampelkoalition bewusst negative Schlagzeilen vermeiden wolle. Unterdessen hat Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bereits bis zu 2,2 Millionen Euro jährlich für solche Dienstleistungen in ihrem Haus veranschlagt.
Die Weigerung der Regierung, zügig Auskunft zu erteilen, wirft weitere Fragen auf. Bartschs Vorwürfe unterstreichen die Bedenken hinsichtlich Transparenz und des Umgangs mit öffentlichen Geldern. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob die Ausgaben gerechtfertigt sind oder ob sie vor der Öffentlichkeit verschleiert werden.
