CDU-Politiker Amthor fordert feministische Wende gegen rechte Geschlechterbilder
Gebhard auch SchlauchinCDU-Politiker Amthor fordert feministische Wende gegen rechte Geschlechterbilder
CDU-Politiker Philipp Amthor hat seine Partei aufgefordert, in der Feminismusdebatte eine klarere Position zu beziehen – statt das Thema der Linken zu überlassen. Er argumentiert, dass Konservative sich aktiv für Gleichberechtigung einsetzen müssten, insbesondere gegen rechtsextreme Vorstellungen von Geschlechterrollen. Sein Appell kommt trotz seiner früheren Ablehnung mehrerer feministischen Forderungen.
Amthor betont die Notwendigkeit, sich stärker mit Geschlechterungerechtigkeit auseinanderzusetzen. Er wies darauf hin, dass Frauen häufig nach anderen Maßstäben beurteilt würden als Männer – ihr Äußeres überlagere oft ihre inhaltlichen Argumente. Zudem unterstrich er, wie wichtig es sei, dass sich auch Männer für Gleichstellung einsetzen.
2023 unterstützte er noch ein Verbot geschlechtergerechter Sprache in Behörden. Auch lehnte er zentrale feministische Forderungen ab, etwa die Lockerung des Abtreibungsrechts oder eine paritätische Besetzung von Parteilisten mit Frauen und Männern.
Nun will Amthor, dass die CDU die Geschlechterpolitik der rechtspopulistischen AfD herausfordert. Die Partei vertritt eine biologisch deterministische Sicht und starre Geschlechterklischees – Positionen, denen Amthor entgegenwirken will. Sein Kurswechsel deutet auf wachsende Sorge über den Einfluss der Rechten in der Geschlechterdebatte hin.
Amthors Forderung nach einer stärkeren feministischen Ausrichtung der CDU markiert einen Tonwechsel, auch wenn seine bisherigen Standpunkte mit manchen feministischen Zielen kollidieren. Er besteht darauf, dass Konservative Errungenschaften der Gleichberechtigung verteidigen müssten – selbst wenn seine eigene Bilanz in der Frage ambivalent bleibt. Die Diskussion darüber, wie die Partei diese Herausforderungen angehen soll, wird voraussichtlich anhalten.






