17 June 2026, 17:38

CDU-Politiker Heuer wehrt sich gegen AfD-Kooperationsvorwürfe nach umstrittenem Video

CDU-Fraktionschef Heuer bestreitet AfD-Nähe-Vorwurf

CDU-Politiker Heuer wehrt sich gegen AfD-Kooperationsvorwürfe nach umstrittenem Video

Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU im Landtag von Sachsen-Anhalt, hat Vorwürfe einer Absprache mit Ulrich Siegmund, dem Spitzenkandidaten der AfD, zurückgewiesen. Ein Foto und ein Video von einer Wahlveranstaltung hatten die Spekulationen ausgelöst, die Heuer als irreführend bezeichnete. Er betonte, dass es sich bei der Interaktion keinesfalls um eine Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei gehandelt habe.

Heuer nannte die Aufnahmen von der Veranstaltung eine „vollständig falsche Darstellung“ dessen, was tatsächlich geschehen sei. Zwar räumte er ein, dass seine Geste in Richtung von Siegmunds Mikrofon missverstanden werden könne, doch bestehe darin keinerlei Beweis für eine Kooperation.

Die Zusammenarbeit mit der AfD bezeichnete er als „Dilemma". Zwar werde die Partei als rechtsextrem eingestuft, sei aber demokratisch gewählt. Heuer argumentierte, die CDU müsse sachpolitisch mit ihr im Rahmen der parlamentarischen Regeln zusammenarbeiten.

Gleichzeitig rief er alle Fraktionen im Landtag auf, die Positionen der CDU zu unterstützen. Es spiele keine Rolle, woher eine parlamentarische Mehrheit komme – „was inhaltlich richtig ist, bleibt richtig, unabhängig davon, wer es mitträgt“, so Heuer.

Kritik übte er an der öffentlichen Debatte über den Vorfall. Diese lenke von drängenden Themen wie Bürokratieabbau und Fachkräftemangel ab. Heuer wies die Vorwürfe erneut zurück und betonte, dass die inhaltliche Auseinandersetzung im Vordergrund stehen müsse. Sein Fokus liege darauf, die AfD politisch zu stellen, ohne demokratische Prinzipien zu verraten. Die Kontroverse habe wichtige Sachfragen in den Hintergrund gedrängt – dabei gelte es, diese anzugehen.

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