Dermbachs Streit um Windräder: Bürger protestieren gegen 40 neue Vorranggebiete
Gunda JopichDermbachs Streit um Windräder: Bürger protestieren gegen 40 neue Vorranggebiete
Dermbachs Gemeinde diskutiert kontroverse Windkraftpläne
Am Montag veranstaltete die Gemeinde Dermbach eine öffentliche Versammlung, um über die Pläne zur Windenergienutzung zu beraten. Rund 100 Teilnehmer, darunter Gemeinderäte und Vertreter einer Bürgerinitiative, folgten der Einladung in den Rittersaal des Schlosses.
Im Mittelpunkt der Diskussion stand das ausgewiesene Windvorranggebiet W 14 sowie der zweite Entwurf des Teilflächennutzungsplans für Windenergie. Dieser sieht 40 neue Windvorranggebiete vor, die insgesamt etwa 7.483 Hektar umfassen. Landrat Dr. Michael Brodführer betonte, dass innerhalb des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön keine Windräder errichtet werden sollen.
Bürgermeister Thomas Hugk unterstrich die Notwendigkeit, sowohl die Vor- als auch die Nachteile der Windenergie abzuwägen. Während der Fragerunde äußerten die meisten Anwesenden Kritik an den Plänen. Viele befürchten mögliche gesundheitliche Auswirkungen, die Zerstörung des Landschaftsbilds sowie das Fehlen von Bedarfsanalysen zum Energieverbrauch.
Der aktuelle Plan übertrifft bereits das vom Land für 2027 gesetzte Ausbauziel für Windenergie, verfehlt jedoch die Vorgaben für 2032. Anwohner forderten zudem eine direkte Bürgerbeteiligung oder ein Volksbegehren, um über solche Projekte entscheiden zu können.
Die Debatte zeigte eine deutliche lokale Ablehnung der geplanten Windkraftausweitung. Seitens der Verwaltung hieß es, der Entwurf erfülle zwar die kurzfristigen Ziele, müsse aber die Bedenken der Bevölkerung aufgreifen. Die weiteren Schritte hängen nun von der öffentlichen Rückmeldung und den behördlichen Prüfungen ab.






