11 May 2026, 08:29

Deutsche gespalten: Soll die Marine Minenräumboote in den Hormus entsenden?

Schwarz-weiß-Karte von Hofhegenberg, Deutschland, mit schwarzem Rand, die Straßen, Gebäude und Sehenswürdigkeiten zeigt.

Deutsche gespalten: Soll die Marine Minenräumboote in den Hormus entsenden?

Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Deutschen gespalten sind, was die Entsendung von Minenräumbooten in die Straße von Hormus angeht. Die im frühen Mai durchgeführte Erhebung ergab, dass 51 Prozent der Befragten die Mission befürworten, während 44 Prozent dagegen sind. Bundeskanzler Friedrich Merz hat strenge Bedingungen für eine mögliche deutsche Beteiligung festgelegt.

Die von Forsa durchgeführte Umfrage befragte zwischen dem 7. und 8. Mai 2026 insgesamt 1.009 Personen. Die Teilnehmer wurden gefragt, ob sie den Einsatz deutscher Minenräumboote in der Straße von Hormus unterstützen. Die Ergebnisse zeigten eine deutliche Spaltung: 51 Prozent sprachen sich für den Plan aus, 44 Prozent lehnten ihn ab, und 5 Prozent waren unentschieden.

Die Zustimmung variierte stark nach politischen Lagern. Wähler der Grünen zeigten mit 77 Prozent die höchste Zustimmung. Im Gegensatz dazu lehnten 73 Prozent der Anhänger der Alternative für Deutschland (AfD) den Vorschlag ab. Auch regionale Unterschiede wurden deutlich: Während 52 Prozent der Westdeutschen die Mission unterstützten, sprachen sich 53 Prozent der Ostdeutschen dagegen aus.

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Bundeskanzler Merz hat erklärt, dass sich Deutschland nur unter drei Bedingungen beteiligen werde: einer Beendigung der Feindseligkeiten, einem soliden militärischen Rahmen und einer Zustimmung des Bundestags. Falls die Mission umgesetzt wird, wären etwa 45 Soldaten beteiligt, darunter Minentaucher. Die Deutsche Marine hat bereits das Minenräumboot Fulda im Mittelmeer positioniert, um es bei Bedarf einsetzen zu können.

Die Umfrage unterstreicht die tiefen Gräben in der öffentlichen Meinung über die geplante Mission. Da etwa die Hälfte der Deutschen den Einsatz unterstützt, werden die nächsten Schritte der Regierung von politischen und militärischen Entwicklungen abhängen. Die Fulda bleibt in Bereitschaft und wartet auf weitere Entscheidungen.

Quelle