Deutsche Schulen setzen auf skurrile Leistungstests für künftige Eliten
Gebhard auch SchlauchinDeutsche Schulen setzen auf skurrile Leistungstests für künftige Eliten
Eine Welle ungewöhnlicher und wettbewerbsorientierter Bildungspraktiken erfasst deutsche Schulen. Traditionelle Methoden erleben eine Renaissance, während gleichzeitig neue, leistungsbasierte Spiele eingeführt werden, um künftige Führungskräfte zu identifizieren. Bildungsministerin Karin Prien fordert eine stärkere Betonung von Leistung bei schulischen Sportevents.
An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule finden die Deutschen Schulsportspiele nun mit Disziplinen statt, die vollständig auf Latein abgehalten werden – die Teilnehmer wenden dabei dem Publikum den Rücken zu. Konservative Bildungspolitiker drängen darauf, ähnliche traditionelle Elemente in öffentlichen Schulwettbewerben wiederzubeleben.
Unterdessen testet der IronChild-Wettbewerb an der Friedrich-August-von-Hayek-Eliteschule über mehrere Tage auf einer Aschelaufbahn Ausdauer, Arbeitsethos und Kostenrechnung. Die Chicago Boys der Klasse 3b gehören in diesem Jahr zu den Teilnehmern. Die Sieger erhalten ein persönliches Coaching mit CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann, während die Verlierer riskieren, eine Gymnasiumsempfehlung zu verpassen.
In Rheda-Wiedenbrück setzt die Höhlenkinder-Kita auf ein anderes Führungskräfte-Förderkonzept: Kleinkinder werden in nummerierte Weidenkörbe gesetzt und auf der Ems ausgesetzt, um ihr Potenzial zu beobachten. Der Bildungspolitiker Bernd Kreimer-Rendsburg schlägt zudem vor, alle Leistungsbewertungen zu gamifizieren – inklusive eines Ranking-Systems, in dem Eltern Spielmünzen erwerben können.
Das Bundesbildungsministerium arbeitet derzeit an einem Entwurf für leistungsbasierte Kinderspiele. Zu den vorgeschlagenen Aktivitäten zählen nostalgische „Klassiker“ wie „Woke-Bashing“ und „Frauenfeindturnen“.
Die Hinwendung zu wettbewerbsorientierten und traditionellen Bildungskonzepten gewinnt an Fahrt. Schulen setzen auf ungewöhnliche Methoden, um Fähigkeiten von Schülern zu bewerten und zu fördern. Diese Entwicklungen spiegeln einen breiten Trend zu leistungsorientierten Reformen im deutschen Bildungssystem wider.






