23 May 2026, 04:39

DGKH bewertet Corona-Maßnahmen: Lob für Hygienekonzepte, Kritik an 2G-Regeln

Experte: Denken Sie an Solidarit├Ąt beim Kampf gegen die Pandemie

DGKH bewertet Corona-Maßnahmen: Lob für Hygienekonzepte, Kritik an 2G-Regeln

Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) bewertet Corona-Maßnahmen – meisten Schritte gerechtfertigt, aber auch Kritik an einzelnen Ansätzen

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH) hat die Corona-Politik Deutschlands analysiert und die meisten Maßnahmen für begründet erklärt, gleichzeitig aber bestimmte Vorgehensweisen kritisiert. Fachleute betonten die Bedeutung ausgewogener, wissenschaftlich fundierter Strategien, um die öffentliche Gesundheit zu schützen, ohne unnötige Einschränkungen vorzunehmen. Die Bewertung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Brandenburg prüft, wie künftige Eingriffe die Bürgerrechte besser wahren könnten.

Während der Pandemie hatte Deutschland weitreichende Beschränkungen eingeführt, darunter Schulschließungen, Lockdowns und Maskenpflichten. Die DGKH bezeichnete diese Schritte zwar größtenteils als angemessen, warnte jedoch vor einer Überbewertung einzelner Lösungsansätze. Präsident Martin Exner unterstrich, dass Abstandhalten, Handhygiene und der korrekte Gebrauch von Masken – insbesondere in Krankenhäusern – nach wie vor die wirksamsten Instrumente seien.

Peter Walger, Mitglied des DGKH-Vorstands, lehnte die 2G- und 3G-Regeln als „Scheinlösungen“ ab und verwies darauf, dass auch Geimpfte das Virus weitergeben könnten. Zudem argumentierte er, dass gut sitzende OP-Masken für die meisten Situationen ausreichten – etwa im privaten Bereich oder in der Routineversorgung. Gleichzeitig kritisierte die Gesellschaft die flächendeckende Anschaffung von Luftreinigern in Kitas und wies darauf hin, dass diese nur bei fachgerechter Bedienung wirksam seien.

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Für die Zukunft schlug die DGKH die Einrichtung einer unabhängigen Pandemie-Kommission vor. Dieses Gremium sollte aus Expert:innen, Politiker:innen, Wirtschaftsvertreter:innen und Bürger:innen bestehen, um ausgewogene Entscheidungen zu gewährleisten. Parallel dazu untersucht ein Brandenburgischer Untersuchungsausschuss, wie staatliche Übergriffe in Krisenzeiten begrenzt werden können, ohne das Prinzip der Verhältnismäßigkeit zu verletzen.

Die DGKH-Stellungnahme bestätigt zwar den Großteil der Pandemie-Politik, fordert aber strengere wissenschaftliche Maßstäbe für künftige Maßnahmen. Zu den Empfehlungen gehören eine dauerhafte Beratungskommission sowie der Fokus auf praktische Instrumente wie Masken und Hygiene. Die Brandenburgische Untersuchung prüft unterdessen weiter, wie Grundrechte in gesundheitlichen Notlagen besser geschützt werden können.

Quelle