Die Linke wählt neuen Co-Chef und debattiert über Reformen und Außenpolitik
Madlen ScholzDie Linke wählt neuen Co-Chef und debattiert über Reformen und Außenpolitik
Die Linke hat am Freitag in Potsdam ihren Bundesparteitag eröffnet. Die dreitägige Veranstaltung steht im Zeichen der Wahl eines neuen Co-Vorsitzenden, der an der Seite der Parteichefin Ines Schwerdtner arbeiten soll. Zudem werden die Delegierten zentrale programmatische Debatten führen und interne Reformen vorantreiben.
Der Parteitag wurde angesetzt, nachdem Jan van Aken im April aus gesundheitlichen Gründen als Co-Vorsitzender zurückgetreten war. Bisher ist der Bundestagsabgeordnete Luigi Pantisano der einzige Kandidat für die Nachfolge. Er strebt an, mindestens 70 Prozent der Delegiertenstimmen auf sich zu vereinen.
Auf der Tagesordnung steht auch die Außenpolitik, insbesondere die Haltung der Partei gegenüber der israelischen Regierung. Ein weiteres zentrales Thema ist die geplante Obergrenze für Abgeordnetendiäten. Sollte der Vorschlag angenommen werden, stünde jedem Mandatsträger ein monatliches Maximum von 2.950 Euro zu – zuzüglich 350 Euro netto pro Kind oder pflegebedürftigem Angehörigen. Überschüssige Einnahmen müssten in einen sozialen Parteifonds fließen.
Die Linke hat in den vergangenen Jahren an Mitgliedern gewonnen, insbesondere unter Jüngeren, und den Frauenanteil in ihren Reihen erhöht.
Der Parteitag dauert drei Tage. Neben der Wahl des neuen Co-Vorsitzenden könnten die Beschlüsse zu Diäten und Außenpolitik die künftige Ausrichtung der Partei prägen. Die Ergebnisse werden die sich wandelnden Prioritäten der wachsenden Mitgliedschaft widerspiegeln.






