02 May 2026, 06:31

Diplomaten fordern demokratische Wahlsiege gegen Trumps Außenpolitik

Karte, die die Erweiterung der NATO von 1949 bis heute zeigt, wobei die Regionen farblich nach dem Jahr des Beitritts unterteilt sind.

Diplomaten fordern demokratische Wahlsiege gegen Trumps Außenpolitik

Zwei hochrangige Diplomaten haben die Demokratische Partei zu deutlicheren Wahlsiegen in den USA aufgerufen, um der Außenpolitik von Präsident Donald Trump entgegenzuwirken. Christoph Heusgen und Philip Murphy, beide ehemalige Berater, warnen, dass Trumps Kurs die transatlantischen Beziehungen gefährdet und die globale Stabilität untergräbt. Ihr Appell erfolgt vor den Midterm-Wahlen 2022, bei denen sie mit Gewinnen der Demokraten im Kongress rechnen.

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Heusgen und Murphy kritisieren, dass die Regierung Trump Europa eher als Gegner denn als Verbündeten behandle. Besonders besorgniserregend seien seine Skepsis gegenüber der NATO und seine konfrontative Haltung im Handel mit der EU. Beide Diplomaten betonen, dass eine Rückkehr zu kooperativen Politikansätzen erst mit einem demokratischen Präsidenten ab 2028 möglich wäre.

Die beiden üben auch scharfe Kritik an Trumps Innenpolitik und werfen ihm vor, die Gewaltenteilung zu schwächen. Als Beispiele nennen sie den Druck auf die Justiz und die Entlassung erfahrener Beamter – Anzeichen für einen wachsenden Unilateralismus. Als Lösung schlagen sie eine gemeinsame deutsch-amerikanische Initiative zur Reform des UN-Sicherheitsrats vor, um den Multilateralismus zu stärken.

Für die Zukunft erwarten sie, dass die Demokraten 2022 die Mehrheit im Repräsentantenhaus zurückerobern und möglicherweise auch im Senat. Ein solcher Machtwechsel, so ihre Überzeugung, könnte die US-Außenpolitik neu ausbalancieren und die Rechtsstaatlichkeit als gemeinsame Grundlage der transatlantischen Beziehungen festigen.

Die Vorschläge der Diplomaten stehen und fallen mit den Erfolgen der Demokraten bei den anstehenden Wahlen. Eine stärkere demokratische Präsenz im Kongress könnte Trumps unilateralen Tendenzen Einhalt gebieten und die Zusammenarbeit mit Europa wiederbeleben. Langfristig setzen sie auf strukturelle Veränderungen – einschließlich einer möglichen demokratischen Präsidentschaft ab 2028, um die transatlantischen Beziehungen neu auszurichten.

Quelle