04 May 2026, 08:36

Dobrindt hält an Grenzkontrollen und Abschiebungen trotz EU-Reformen fest

Alte Deutschlandkarte mit schwarzen Grenzen, zeigt detaillierte Straßen und Autobahnen.

Dobrindt hält an Grenzkontrollen und Abschiebungen trotz EU-Reformen fest

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat seine Entschlossenheit bekräftigt, die Grenzkontrollen in Deutschland aufrechtzuerhalten. Gleichzeitig verteidigte er die Haltung der Regierung in Sachen Abschiebungen und argumentierte, dass die Ausweisung schwerer Straftäter für die öffentliche Sicherheit unverzichtbar sei.

Dobrindts Äußerungen fallen in eine Phase, in der die Bundesregierung umfassende Reformen des europäischen Migrationssystems vorantreibt – mit dem langfristigen Ziel, die Grenzkontrollen schrittweise abzubauen. In der aktuellen politischen Debatte wies der Minister Kritik an Abschiebungen zurück. Deutschland müsse weiterhin kriminelle Migranten abschieben, um die Bevölkerung zu schützen, betonte er. Zudem plant die Regierung, Abschiebungen nach Afghanistan wiederaufzunehmen, wofür direkte Gespräche mit Vertretern der Taliban notwendig seien.

Der Minister verwies auf den Umfang der Grenzüberwachung: Allein an den Einreisekontrollen seien bereits 8.000 Haftbefehle vollstreckt worden. Dennoch räumte er ein, dass innerhalb der EU weiterhin über langfristige Reformen der Migrationspolitik diskutiert werde.

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In der Innenpolitik rief Dobrindt zu einer konstruktiven Zusammenarbeit zwischen den Parteien auf. Er warnte davor, sachpolitische Debatten in rhetorische Grabenkämpfe abgleiten zu lassen – mit Blick auf jüngste Aussagen der SPD-Vorsitzenden Bärbel Bas zu Kürzungen im Sozialbereich. Die Reform des Arbeitsmarktes bleibe ein zentrales Thema; eine Behandlung im Koalitionsausschuss stehe bevor.

Zugleich relativierte Dobrindt die Spannungen um die Mai-Kundgebungen der SPD und bezeichnete sie als Teil des normalen politischen Meinungsstreits.

Die Haltung der Regierung in Fragen der Grenzsecurity und Abschiebungen bleibt unverändert. Die Gespräche mit den Taliban zur Ermöglichung von Rückführungen nach Afghanistan werden fortgesetzt. Gleichzeitig stehen Migrationsreformen und arbeitsmarktpolitische Vorhaben weiter auf der Agenda der künftigen Koalitionsberatungen.

Quelle