Drei Brüder führen den elterlichen Großbetrieb gemeinsam – ein ungewöhnliches Modell in der Landwirtschaft
Madlen ScholzDrei Brüder führen den elterlichen Großbetrieb gemeinsam – ein ungewöhnliches Modell in der Landwirtschaft
Ein Familienbetrieb in Rethen, Niedersachsen, geht einen ungewöhnlichen Weg in die Zukunft. Drei Brüder – Lasse, Malte und Jan Ole Oestmann – haben sich zusammengeschlossen, um den Hof gemeinsam zu führen. Ihr Modell der geteilten Führung ist in einer Branche, in der Einzelentscheidungen die Regel sind, eine Seltenheit.
Der Betrieb der Familie Oestmann umfasst 650 Hektar Ackerland und beherbergt 5.000 Mastschweine. Zudem betreibt der Hof eine 1,8-Megawatt-Biogasanlage – ein groß angelegter landwirtschaftlicher Betrieb also. Statt den Hof aufzutrennen, haben sich die Brüder für eine gemeinsame Bewirtschaftung entschieden.
Jeder der drei ist nun für einen anderen Bereich verantwortlich. Diese Arbeitsteilung ermöglicht es ihnen, sowohl die täglichen Aufgaben als auch die Entscheidungen gemeinsam zu tragen. Ihr kooperativer Ansatz ist in der Landwirtschaft ungewöhnlich, wo in der Regel ein Einzelner das Sagen hat.
Der Wandel auf dem Hof vollzieht sich, während die Brüder die volle Verantwortung für den täglichen Betrieb übernehmen. Ihr Modell stellt sicher, dass Fachwissen über alle Schlüsselbereiche verteilt ist – von Ackerbau über Tierhaltung bis hin zur Energieerzeugung.
Die Oestmann-Brüder haben mit ihrer einzigartigen Partnerschaft einen Großbetrieb übernommen. Ihre Form der gemeinsamen Führung könnte anderen Landwirten als neues Vorbild dienen. Die Zukunft des Hofes liegt nun in ihren vereinten Kräften und einer abgestimmten Führung.






