Düngerpreise steigen – warum Bio-Produkte jetzt die bessere Wahl sind
Gebhard auch SchlauchinDüngerpreise steigen – warum Bio-Produkte jetzt die bessere Wahl sind
Hobbygärtner müssen sich bald auf höhere Preise für mineralische Düngemittel einstellen. Der anhaltende Konflikt im Iran treibt die Kosten in die Höhe – ein Liter flüssiger Mineraldünger könnte von 12 auf 14 Euro steigen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach biologischen Alternativen seit der Pandemie und dem Krieg in der Ukraine stark angestiegen.
Der Markt für Bio-Gartenbau wächst rasant. Die Wachstumsraten liegen mittlerweile zwei- bis dreimal höher als bei konventionellen Produkten. Compo, ein großer Anbieter, berichtet, dass bereits zwei Drittel seines Sortiments an Erden und Pflanzpflegeprodukten biozertifiziert sind.
Doch Lieferkettenprobleme bereiten der Branche Sorgen. Die explodierenden Dieselpreise erschweren pünktliche und kostenneutrale Lieferungen. Dennoch sind die meisten synthetischen Düngemittel vorerst weiterhin verfügbar. Die Hersteller hatten die Rohstoffe für die aktuelle Saison bereits gesichert, bevor die Preise stiegen.
Der Trend zu biologischen Produkten ist deutlich spürbar. Immer mehr Gärtner greifen zu natürlichen statt zu chemischen Düngern. Diese Entwicklung begann während der COVID-19-Pandemie und hat sich seit dem Ukraine-Krieg weiter verstärkt.
Für das kommende Jahr sind weitere Preiserhöhungen bei synthetischen Düngemitteln absehbar. Bio-Produkte gewinnen weiterhin an Boden, während sich Gärtner an steigende Kosten und Lieferengpässe anpassen. Die Branche konzentriert sich nun darauf, die Regale gefüllt zu halten – ohne übermäßige Preisaufschläge an die Kunden weiterzugeben.






