Erdrutschsieg der Freien Wähler beendet CSU-Ära in Miesbach
Politische Wende in Miesbach: Freie Wähler feiern Erdrutschsieg
Die politische Landschaft im Landkreis Miesbach hat sich nach einem deutlichen Wahlsieg der Freien Wähler (FWG) grundlegend verändert. Jens Zangenfeind gewann die Stichwahl um das Amt des Landrats mit überwältigenden 78 Prozent und beendete damit jahrzehntelange CSU-Vorherrschaft. Das Ergebnis markiert einen historischen Einschnitt für den oberbayerischen Landkreis.
Die Wahl fand in zwei Runden statt, am 8. und 22. März. Sieben Kandidaten hatten sich zunächst beworben, um Olaf von Löwis (CSU) abzulösen, der nach einer Amtszeit nicht mehr antrat. Dessen Vorgänger, Wolfgang Rzehak von den Grünen, hatte das Amt zuvor innegehabt.
Im ersten Wahlgang sicherte sich Zangenfeind, der ehemalige Bürgermeister von Hausham, mit 45,3 Prozent der Stimmen die Führung. Sein stärkster Konkurrent, der CSU-Kandidat Franz Schnitzenbaumer – früherer Bürgermeister von Schliersee – folgte mit 25,6 Prozent. Thomas Tomaschek von den Grünen belegte mit 12,2 Prozent den dritten Platz.
In der Stichwahl setzte sich Zangenfeind dann mit 30.875 Stimmen (78 Prozent) klar durch, während Schnitzenbaumer nur noch 8.713 Stimmen (22 Prozent) erhielt. Damit bricht die Wahl die jahrzehntelange Dominanz der CSU im Landkreis, die seit Rzehaks Sieg 2014 ununterbrochen bestand.
Zangenfeinds Triumph leitet eine neue Ära in Miesbach ein: Erstmals übernimmt die FWG die Führung im Landkreis. Mit einem klaren Wählerauftrag und breiter öffentlicher Unterstützung beginnt nun seine Amtszeit.






