19 March 2026, 10:51

EU-Agrarsubventionen: Kürzungen bedrohen über 1.400 Höfe in Mecklenburg-Vorpommern

Eine Poster-Karte der Vereinigten Staaten, die den Prozentsatz von Bauernmärkten zeigt, die SNAP-Gelder in jedem Landkreis im Jahr 2013 akzeptieren.

Backhaus: Ländliche Regionen dürfen nicht vernachlässigt werden - EU-Agrarsubventionen: Kürzungen bedrohen über 1.400 Höfe in Mecklenburg-Vorpommern

Landwirtschaftsminister streiten über geplante Kürzungen der EU-Agrarsubventionen und Düngeregeln auf einer jüngsten Konferenz in Bayern. Mecklenburg-Vorpommerns Minister Till Backhaus warnte vor drastischen Mittelkürzungen, die über 1.400 Höfe bedrohen könnten. Gleichzeitig sorgt eine rechtliche Unsicherheit durch Gerichtsurteile dafür, dass Landwirte bei den Nitratvorschriften im Unklaren sind.

Auf der Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall wies Backhaus auf das Risiko hin, dass die EU-Direktzahlungen bis 2028 von 314 Millionen auf 151 Millionen Euro halbiert werden könnten. Die Kürzungen, die durch Obergrenzen und degresive Staffeln für größere Betriebe im Rahmen der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorangetrieben werden, würden Mecklenburg-Vorpommern jährlich mehr als 160 Millionen Euro entziehen. Backhaus betonte, dass diese Mittel für die ländliche Entwicklung unverzichtbar seien, und forderte die Politik auf, sie zu schützen.

Gemeinsam mit Brandenburg drängte er auf rasche Anpassungen der Düngeregeln, nachdem aktuelle Gerichtsentscheidungen für Verwirrung über nitratbelastete Gebiete gesorgt haben. Landwirte sehen sich nun mit rechtlichen Grauzonen konfrontiert, was die Einhaltung bestehender Vorschriften erschwert. Backhaus forderte klare, praxistaugliche Regelungen, um den Betrieben Planungssicherheit zu geben.

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In Niedersachsen kritisierte Agrarministerin Miriam Staudte unterdessen einen separaten Bundesplan, der für 2026 eine Streichung von 150 Millionen Euro aus dem GAK-Förderprogramm für die ländliche Entwicklung vorsieht. Zwar wurde der Vorschlag nach Protesten vorerst auf Eis gelegt, doch Staudte verlangte dessen vollständige Rücknahme und sogar eine Aufstockung der Mittel.

Die geplanten EU-Subventionskürzungen würden Tausende Höfe hart treffen – besonders in Mecklenburg-Vorpommern. Ohne Nachbesserungen bleibt die rechtliche Unsicherheit bei den Düngeregeln bestehen und belastet die Landwirte zusätzlich. Die Minister drängen nun auf politische Kurskorrekturen, um die Finanzierung zu sichern und klarere Vorgaben zu schaffen.

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