11 April 2026, 08:33

Frankfurter Schule setzt zwölf Wachen wegen zu niedrigem Treppengeländer ein

Ein Eingang eines Backsteingebäudes mit gelbem Absperrband, Treppen mit Maschendrahtzaun, eine Tür mit Papieren, eine hängende Lampe und eine Wandinschrift, die wahrscheinlich den Namen der Schule angibt.

Frankfurter Schule setzt zwölf Wachen wegen zu niedrigem Treppengeländer ein

Frankfurter Schule setzt zwölf Sicherheitskräfte im Treppenhaus ein – wegen eines zu niedrigen Geländers

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Eine Schule in Frankfurt hat zwölf Sicherheitskräfte im Treppenhaus postiert, weil ein Handlauf die Sicherheitsvorschriften nicht erfüllt. Das 100 Jahre alte Geländer misst nur 103 Zentimeter – sieben Zentimeter weniger als vorgeschrieben. Die Maßnahme sorgt für Verwunderung, auch die kommissarische Schulleiterin hinterfragt, ob die Wachen wirklich nötig sind.

Auslöser war die Feststellung, dass der Handlauf die Mindesthöhe von 110 Zentimetern nicht erreicht, die in den Muster-Richtlinien für Schulbauten festgelegt ist. Diese Regeln, zuletzt 2009 aktualisiert, schreiben vor, dass alle Schulgeländer diese Höhe aus Sicherheitsgründen einhalten müssen. Statt einer schnellen Lösung entschied sich die Stadt jedoch, ab Montag Wachen im Treppenhaus zu stationieren.

Die Sicherheitsmaßnahme kostet nun rund 13.700 Euro brutto pro Woche. Die kommissarische Schulleiterin Solmaz Heidlindemann zeigte sich überrascht von der Entscheidung und schlug vor, das Geländer einfach anzupassen. Die hohen Kosten für die Sicherheitskräfte erschienen ihr unverhältnismäßig für eine geringe Abweichung bei der Höhe.

Trotz der Ausgaben betont die Stadt, dass sie alle gesetzlichen Sicherheitsauflagen einhalten müsse. Die Wachen bleiben auch in den Osterferien im Einsatz, wobei die Kosten dann auf 5.000 bis 6.000 Euro pro Woche sinken.

Bis das Geländer ersetzt oder umgerüstet wird, muss die Schule die laufenden Sicherheitskosten tragen. Die Stadtverwaltung besteht darauf, dass die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften Vorrang habe – selbst wenn dies hohe Ausgaben verursacht. Der Fall zeigt, wie strenge Regularien für öffentliche Einrichtungen unerwartete finanzielle Belastungen mit sich bringen können.

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