08 June 2026, 14:33

Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016

Heute Kicken, Morgen Wut

Fußballturnier in München gedenkt der Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016

Ein Fußballturnier im Münchner Stadtteil Moosach ehrt die Opfer des rechtsextremen Anschlags von 2016, bei dem neun Menschen getötet wurden. Organisiert von Hasan Leyla, dessen 14-jähriger Sohn Can zu den Ermordeten zählte, steht das Event im Zeichen der Erinnerung und des Zusammenhalts. Das am 6. Juni 2026 stattfindende Turnier wendet sich gegen das Schweigen und stellt sich der anfänglichen Fehleinschätzung des Anschlags als „Amoklauf eines Einzeltäters“ entgegen.

Der Münchner Anschlag von 2016 wurde zunächst als Tat eines vereinzelten, psychisch gestörten Attentäters dargestellt. Erst Jahre später stuften die Behörden ihn als politisch motivierten, rechtsextremen Terrorakt ein. Hasan Leyla, Can Leylas Vater, hat die frühe Darstellung stets zurückgewiesen und kämpft weiterhin für eine öffentliche Anerkennung des wahren Charakters des Verbrechens.

Das Fußballturnier ist Teil der Initiative „München erinnert“ und bringt Menschen im Gedenken an die Opfer zusammen. Viele der Getöteten, wie Can Leyla und der 14-jährige Guiliano Kollmann, waren leidenschaftliche Fußballfans. Im Mittelpunkt des Events stehen nicht der Wettbewerb, sondern Teilhabe und Solidarität – es bietet Raum für Reflexion und Verbundenheit.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Leyla wirbt zudem für Unterstützung der Gedenkveranstaltungen zum zehnten Jahrestag am 22. Juli 2026. Sein Engagement zielt darauf ab, das kollektive Gedächtnis zurückzuerobern und die anhaltende öffentliche Gleichgültigkeit gegenüber den Folgen des Anschlags zu durchbrechen.

Das Turnier ist eine Hommage an die neun Menschen, die 2016 ihr Leben verloren. Indem es Erinnerung und Dialog in den Vordergrund rückt, setzt es der Verharmlosung der politischen Dimension des Anschlags etwas entgegen. Die Organisatoren hoffen, dass die Veranstaltung zu einer breiteren Anerkennung beiträgt und die Opfer nicht in Vergessenheit geraten.

Quelle