10 May 2026, 06:29

Gasreserven steigen überraschend – Bundesnetzagentur entwarnt die Lage

Eine Säulendiagramm, das den prozentualen Anteil von Europas Abhängigkeit von russischem Erdgas zeigt, mit Text, der Investitionsprozentsätze angibt.

Gasreserven steigen überraschend – Bundesnetzagentur entwarnt die Lage

Die deutschen Gasreserven sind innerhalb von nur zwei Wochen um drei Prozentpunkte gestiegen – ein früher Anstieg, der im Gegensatz zu den Sorgen vergangener Jahre steht. Die Bundesnetzagentur hat nun Kritik an den Speicherkapazitäten zurückgewiesen und betont, dass die Dringlichkeit der Vorjahre nachgelassen habe.

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Der Präsident der Behörde, Klaus Müller, räumte zwar ein, dass es öffentliche Forderungen nach vollen Gasspeichern bis Mitte Mai gebe, erklärte jedoch, dies sei weder wirtschaftlich noch technisch notwendig. Er unterstrich, dass nicht die Regulierungsbehörden, sondern die Gashändler für die Versorgungssicherheit verantwortlich seien – und dass die aktuellen Füllstände keinen Anlass zur Besorgnis böten.

Vier Flüssiggas-Terminals (LNG) an Nord- und Ostsee spielten im vergangenen Winter eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung der Versorgung. Zusammen mit den großen Kavernenspeichern in Deutschland könnten die Reserven bei Bedarf innerhalb von 30 Tagen aufgefüllt werden. Die Behörde betonte, dass zwar weiterhin Bedeutung auf die Speicherung gelegt werde, die intensive Fokussierung der Jahre 2022 und 2023 jedoch nicht mehr in gleichem Maße erforderlich sei.

Die Haltung der Bundesnetzagentur spiegelt eine Verschiebung der Prioritäten wider: Statt auf eine rasche Auffüllung der Speicher wird nun stärker auf die Bewirtschaftung durch die Gashändler gesetzt. Die bestehende Infrastruktur bietet dabei einen Puffer gegen Engpässe. Die aktuellen Entwicklungen bei den Gasspeichern deuten auf eine stabilere Lage als in den vergangenen Wintern hin.

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