Gedenken an Noë Martin: Eine Brücke gegen Rassismus und für Vielfalt
Gebhard auch SchlauchinGedenken an Noë Martin: Eine Brücke gegen Rassismus und für Vielfalt
Gedenkveranstaltung für Noë Martin während der Aktionswoche „Demokratie und Vielfalt“
An einem Dienstagnachmittag fand im Rahmen der Aktionswoche „Demokratie und Vielfalt“ eine Gedenkveranstaltung für Noë Martin statt. Die Teilnehmer ehrten den in Jamaika geborenen ehemaligen Bauunternehmer, der 1996 in Mahlow Opfer eines rassistischen Angriffs geworden war. Unter den Anwesenden waren sein Sohn Negus Martin sowie Vertreter aus Kommunal- und Landespolitik.
1996 hatten zwei Männer aus Mahlow Martin mit ihrem Auto verfolgt. Sie warfen einen Feldstein auf sein Fahrzeug, woraufhin er gegen einen Baum prallte und schwer verletzt wurde. Der Angriff ließ ihn querschnittsgelähmt zurück. Martin verstarb 2020, doch sein Engagement lebte weiter – etwa durch eine von ihm initiierte Demonstration und ein Jugendaustauschprogramm, das seinen Namen trägt.
Die Gedenkprozession wurde von Negus Martin und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke angeführt. Sie überquerten dabei die Noë-Martin-Brücke, die 2021 zu seinen Ehren benannt worden war. Auch Mahlows Bürgermeister Michael Schuchow nahm an der Veranstaltung teil.
In seiner Rede bezog sich Woidke auf die Rolle der AfD bei der Zunahme rechtsextremer Gewalt. Diese Verbindung wurde jüngst unterstrichen, als rechtsextreme Aktivisten von einem AfD-Veranstaltung durch den Bürgermeister ausgeschlossen worden waren.
Die Veranstaltung unterstrich Martins bleibende Wirkung auf die Gemeinschaft und den anhaltenden Kampf gegen Rassismus. Sein Name steht heute für Widerstand gegen Extremismus – verkörpert durch die nach ihm benannte Brücke und das Jugendaustauschprogramm. Die Anwesenheit von Politikern und Familie zeigte, wie aktuell seine Geschichte bis heute bleibt.






