Gefangener flieht aus Hafturlaub – und wird nach 24 Stunden in Italien gefasst
Ida BlochGefangener flieht aus Hafturlaub – und wird nach 24 Stunden in Italien gefasst
Ein wegen Mordes verurteilter Straftäter, Benjamin F., entkam während eines begleiteten Ausflugs aus dem Gefängnis Celle in Peine. Er floh mit einem in Braunschweig zugelassenen Motorrad, bevor er etwa 24 Stunden später wieder gefasst wurde. Der Vorfall wirft Fragen zu den Hafturlaubsregelungen in Niedersachsen auf.
Benjamin F. verbüßt eine lebenslange Freiheitsstrafe, hatte jedoch vor seiner Flucht bereits 38 begleitete Ausgänge genehmigt bekommen. Nach Paragraf 13 des Niedersächsischen Justizvollzugsgesetzes können Gefangene, die mindestens zehn Jahre in Haft sind, für solche Lockerungen infrage kommen.
Nach seiner Flucht besuchte er seine Mutter im Peiner Ortsteil Vöhrum. Seine Flucht endete, als er mit seinem Motorrad in der norditalienischen Region Venetien verunglückte. Die Behörden nahmen ihn kurz nach dem Unfall fest und brachten ihn zurück in Gewahrsam.
Die CDU-Fraktion im Niedersächsischen Landtag äußerte daraufhin Unverständnis über die Flucht und die damit verbundenen Umstände. Der Fall rückt die bestehenden Regelungen für Hafturlaub in der Region in den Fokus. Benjamin F. bleibt nach seiner kurzen Zeit in Freiheit weiterhin in Untersuchungshaft. Der Vorfall hat eine Überprüfung des Systems ausgelöst, das seine vorübergehende Entlassung ermöglichte.






