Gericht erklärt Google für KI-generierte Verleumdungen haftbar
Gebhard auch SchlauchinGericht erklärt Google für KI-generierte Verleumdungen haftbar
Ein deutsches Gericht hat in einem Zivilverfahren gegen Google entschieden, in dem es um verleumderische Inhalte ging, die durch die KI-gestützten Suchzusammenfassungen des Konzerns erzeugt wurden. Zwei in München ansässige Unternehmen hatten Klage eingereicht, nachdem sie diffamierende Behauptungen entdeckt hatten, die von Googles großem Sprachmodell generiert worden waren. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Frage, ob der Technologiekonzern für KI-erstellte Texte haftbar gemacht werden kann.
Die beiden Unternehmen reichten die Klage ein, nachdem sie in den KI-basierten Suchzusammenfassungen von Google falsche und schädigende Aussagen festgestellt hatten. Während des Prozesses argumentierte Google, nicht für die Inhalte verantwortlich zu sein, da diese automatisch von seinem Modell erzeugt worden seien.
Die Richter sahen dies anders. Sie begründeten ihr Urteil damit, dass Google die Zusammenfassungen erstellt und das Unternehmen daher für deren Richtigkeit verantwortlich sei. Die Entscheidung stellt einen bedeutenden Präzedenzfall für KI-generierte Inhalte dar, auch wenn Google das Recht hat, in Berufung zu gehen.
Scheitert die Berufung, könnte Google die KI-Zusammenfassungen für Suchanfragen in Deutschland einstellen. Das Urteil könnte zudem Auswirkungen auf andere deutsche Unternehmen haben, die eigene KI-Systeme betreiben, da sie ihre Praktiken möglicherweise an die gerichtliche Entscheidung anpassen müssten.
Das Gericht erklärte Google für die KI-generierten Texte in seinen Suchergebnissen für haftbar. Dem Konzern droht nun, die KI-Zusammenfassungen aus den deutschen Suchergebnissen zu entfernen, falls die Berufung scheitert. Der Fall könnte richtungsweisend dafür werden, wie KI-generierte Inhalte künftig nach deutschem Recht behandelt werden.






