25 April 2026, 06:39

Gescheiterte Versteigerung: Berliner Friedrichstadt-Passage bleibt vorerst unverkauft

Plakat, das Berlin, Deutschland bewirbt und eine Statue, historische Gebäude, den Fernsehturm, Passanten, Fahrzeuge auf einer brückenüberspannten Straße und Text zeigt, der die Stadt bewirbt.

Gescheiterte Versteigerung: Berliner Friedrichstadt-Passage bleibt vorerst unverkauft

Die Versteigerung des Quartier 206, eines zentralen Teils der Berliner Friedrichstadt-Passage, ist gescheitert, nachdem die Gebote deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind. Das Amtsgericht Mitte lehnte alle Angebote ab, da keines auch nur die Hälfte des geschätzten Werts der Immobilie von 187 Millionen Euro erreichte. Die Entscheidung lässt den seit Langem leerstehenden Komplex vorerst in der Schwebe.

Die Auktion fand trotz großen Interesses an dem prominenten Standort statt, der zwischen dem ehemaligen Galeries-Lafayette-Kaufhaus und dem Bürogebäude Quartier 205 liegt. Nur zwei Gebote wurden abgegeben, wobei das höchste bei lediglich 40 Millionen Euro lag – weit unter der Mindestgrenze des Gerichts. In der Folge bestätigte das Urteil, dessen Verkündung ursprünglich bis zu diesem Freitag verschoben worden war, dass die Immobilie nicht verkauft wird.

Die Entscheidung des Amtsgerichts bleibt vorläufig und gibt den beteiligten Parteien zwei Wochen Zeit, beim Landgericht Berlin Widerspruch einzulegen. Das Quartier 206 steht seit Jahren größtenteils leer, was die Dringlichkeit des Verfahrens unterstreicht. Seine Zukunft hängt nun davon ab, ob eine Beschwerde erfolgreich ist oder neue Verhandlungen aufgenommen werden.

Ohne einen gültigen Verkauf bleibt die Eigentumsfrage des Komplexes ungeklärt. Die gescheiterte Versteigerung offenbart die Kluft zwischen den Markterwartungen und dem Investoreninteresse. In den kommenden Wochen könnten weitere rechtliche Schritte oder ein neuer Bieterprozess folgen.

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