19 March 2026, 14:49

Golfkonflikt trifft Villeroy & Boch: Finanzprognose für 2026 drastisch gesenkt

Infografik-Poster mit einer Weltkarte, auf der verschiedene Länder hervorgehoben sind und Text, der die wirtschaftlichen Auswirkungen des Trans-Pacific Partnership (TPP) auf die USA und die Weltwirtschaft erklärt, einschließlich Statistiken zum Handel und zur Wirkung.

Iranischer Krieg trübt Ausblick für Villeroy & Boch - Golfkonflikt trifft Villeroy & Boch: Finanzprognose für 2026 drastisch gesenkt

Villeroy & Boch senkt Finanzprognose für 2026 wegen eskalierendem Golfkonflikt

Der traditionsreiche Keramikhersteller Villeroy & Boch hat seine Finanzziele für 2026 deutlich nach unten korrigiert – Grund ist die zunehmende Kriegseskalation in der Golfregion. Das 276 Jahre alte Unternehmen rechnet nun mit einem deutlichen Rückgang bei Umsatz und Gewinnen, da der Konflikt wichtige Absatzmärkte lahmlegt.

Der Konzern, der weltweit fast 12.000 Mitarbeiter beschäftigt, hatte noch für 2025 Wachstum gemeldet, sieht sich nun jedoch mit massiven Einbrüchen in Israel und den Golfstaaten konfrontiert, wo die Verkäufe zusammengebrochen sind.

Im Jahr 2025 hatte Villeroy & Boch noch einen Umsatzanstieg von 1,8 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro verzeichnet, bei einem Nettogewinn von 14,7 Millionen Euro. Das Unternehmen investierte damals 45,8 Millionen Euro und plante für 2026 Ausgaben von bis zu 50 Millionen Euro. Im Rahmen einer Umstrukturierung schloss es das belgische Werk in Roeselare und verlagerte die Produktion von Acryl-Badewannen nach Ägypten.

Doch seit Anfang 2024 hat sich der Nahostkonflikt dramatisch zugespitzt. Im Februar 2026 eskalierte die Lage zu einem offenen Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran, bei dem über 7.600 israelische Luftangriffe auf iranisches Gebiet flogen und US-Streitkräfte Ajatollah Chamenei töteten. Der Iran reagierte mit Gegenangriffen auf Golfstaaten, darunter ein Drohnenanschlag auf die US-Botschaft in Riad. Trotz eines kurzzeitigen Waffenstillstands im Gazastreifen im Oktober 2025 haben erneute israelische Offensiven und anhaltende Aktivitäten der Hisbollah die Region weiter destabilisiert.

Die Gewalt hat die Umsätze von Villeroy & Boch in Israel und auf dem Golf-Hotelmarkt zum Erliegen gebracht. Für April wird mit einem Einbruch auf nur noch 30 Prozent des Vorjahresniveaus gerechnet. Das Unternehmen prognostiziert nun für 2026 einen Umsatzrückgang im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich, während das bereinigte EBIT auf 75 bis 85 Millionen Euro sinken dürfte.

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Die direkten Auswirkungen des Konflikts auf Handel und Sicherheit zwingen Villeroy & Boch zu einer deutlichen Absenkung der Finanzziele. Ohne Einnahmen in zentralen Märkten und bei stark rückläufigen Verkäufen wird der Gewinn 2026 spürbar schrumpfen. Die Entwicklung spiegelt die allgemeine wirtschaftliche Belastung wider, da geopolitische Spannungen weltweit Geschäftsaktivitäten beeinträchtigen.

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