11 May 2026, 10:43

Grüne in Rheinland-Pfalz setzen auf rein weibliches Führungsteam nach Wahlniederlage

Zwei Frauen auf einer Grünen-Veranstaltung stehen an einem Rednerpult mit Mikrofon, Bildschirm und Blumen und halten eine Rede vor einem Publikum.

Grüne in Rheinland-Pfalz setzen auf rein weibliches Führungsteam nach Wahlniederlage

Die Grünen in Rheinland-Pfalz wählen erstmals rein weibliche Führung

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte haben die Grünen in Rheinland-Pfalz eine ausschließlich aus Frauen bestehende Parteispitze gewählt. Das neue Team übernimmt die Führung nach der Landtagswahl im März, bei der die Partei 7,9 Prozent der Stimmen holte – ein leichtes Minus im Vergleich zu früheren Ergebnissen. Katrin Eder wurde zur Vorsitzenden der Grünen-Fraktion im Mainzer Landtag gewählt, zudem wurden zwei neue Co-Vorsitzende bestimmt.

Auf dem Landesparteitag setzte sich Carolin Cloos aus Worms mit 72,28 Prozent der Stimmen als eine der beiden Co-Vorsitzenden durch. An ihrer Seite gewann die 33-jährige Mainzer Stadträtin Christin Sauer mit 63,37 Prozent der Stimmen das Amt der zweiten Co-Vorsitzenden. Sauer engagiert sich seit 2019 in der Kommunalpolitik und leitete bis Anfang 2025 den Mainzer Grünen-Kreisverband.

Die Grünen stellen in dem neu gewählten Landtag zehn Abgeordnete, wobei Eder die Rolle der Fraktionsvorsitzenden übernimmt. Sie bezeichnete das Wahlergebnis trotz des Verlusts der Regierungsbeteiligung als „Grund zum Stolz“. Der scheidende Landesvorsitzende Paul Bunjes betonte, künftig stärker die Stimmen marginalisierter Gruppen in den Fokus zu rücken.

Sauer unterstrich die Bedeutung direkter vor Ort-Arbeit, um Vertrauen in die grüne Politik aufzubauen. Die neue Führung markiert einen Strategiewechsel: Nach dem leichten Stimmenrückgang setzt die Partei nun auf Basisarbeit und lokale Vernetzung.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Mit einem rein weiblichen Führungsteam und einem erneuerten Fokus auf kommunale Präsenz gehen die Grünen in die Opposition – nach dem Verlust ihrer Regierungsbeteiligung. Die nächsten Schritte zielen darauf ab, durch Engagement auf kommunaler Ebene wieder an Zustimmung zu gewinnen.

Quelle