Immer weniger Minijobber schaffen den Sprung in reguläre Beschäftigung
Madlen ScholzImmer weniger Minijobber schaffen den Sprung in reguläre Beschäftigung
Immer weniger Minijobber, die Leistungen vom Sozialstaat beziehen, wechseln in eine reguläre Beschäftigung. Die Übergangsquote sank zwischen 2017 und 2022 deutlich. Als Hauptgründe für den Rückgang nennen Behörden die schwache Arbeitsmarktlage und mangelnde Anreize.
2017 stiegen noch 102.084 Minijobber in Jobs mit vollen Sozialversicherungsbeiträgen um. Bis September 2022 war die jährliche Übergangsquote jedoch von 27,1 auf nur noch 18,6 Prozent gefallen. In diesem Zeitraum schafften nur 50.831 den Wechsel – hochgerechnet auf das gesamte Jahr wären es etwa 67.775.
Die Bundesagentur für Arbeit machte vor allem die ungünstige Arbeitsmarktlage für den Rückgang verantwortlich. Hülya Düber, CSU-Abgeordnete im Bundestag, kritisierte, dass das System zu wenig Anreize für den Übergang in reguläre Jobs biete. Jan Feser von der AfD warf der Behörde hingegen vor, nicht genug gegen Arbeitslosigkeit zu unternehmen.
Seit 2017 geht die Zahl der Minijobber, die in reguläre Beschäftigung wechseln, kontinuierlich zurück. Mit voraussichtlich weniger als 70.000 im Jahr 2022 unterstreicht der Trend die anhaltenden Herausforderungen auf dem Arbeitsmarkt. Behörden und Politiker diskutieren weiterhin über Ursachen und mögliche Lösungen.






