Industriekrise verschärft sich: Aufträge brechen ein, Jobs verschwinden
Gebhard auch SchlauchinIndustriekrise verschärft sich: Aufträge brechen ein, Jobs verschwinden
Deutschlands Industrie steht vor wachsenden Herausforderungen. Im Mai 2025 stiegen die Unternehmenspleiten deutlich an, während Schlüsselbranchen Rückgänge bei Aufträgen, Produktion und Beschäftigung meldeten.
Die Auftragseingänge in der Metall- und Elektroindustrie sanken im April im Vergleich zum Vormonat um 5,4 Prozent – stärker als erwartet. Auch die März-Zahlen wurden nachträglich nach unten korrigiert. Insgesamt gingen die Industrieaufträge im selben Zeitraum um 3,8 Prozent zurück, ohne dass sich trotz staatlicher Hilfen eine Besserung abzeichnet.
Die Produktion in der Metall- und Elektrobranche verringerte sich um 2,0 Prozent gegenüber den vorherigen drei Monaten und um 2,7 Prozent im Jahresvergleich. Die Kapazitätsauslastung liegt nun bei 79 Prozent – deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt von 85 Prozent. Die aktuelle Produktion bleibt 15 Prozent niedriger als noch 2018.
Auch die Beschäftigung im Sektor schrumpft weiter. Im April gingen 15.600 Arbeitsplätze verloren (saisonbereinigt) – der stärkste monatliche Rückgang seit Juli 2020. Die Gesamtzahl der Beschäftigten in der Metall- und Elektroindustrie sank auf 3,746 Millionen, wobei seit 2019 über 300.000 Stellen abgebaut wurden. Gleichzeitig stieg die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Mai auf 1.518 – ein Anstieg von 57 Prozent im Vergleich zum Mai-Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.
Die Krise der Branche hält an: Aufträge, Produktion und Jobs gehen zurück, die Pleiten nehmen zu, und die Produktion hat sich noch immer nicht auf das Niveau vor 2018 erholt. Ein baldiger Trendwechsel ist nicht in Sicht.






