20 March 2026, 14:30

Joyn stoppt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen

Schwarzes und weißes Plakat mit fetter schwarzer Schrift, die "Vergewaltigung über Vergewaltigung oder die Gerechtigkeit, die in ihrer eigenen Falle gefangen ist" lautet, wahrscheinlich Ankündigung einer Comedy-Show.

"jerks." nicht mehr auf Joyn verfügbar - Joyn stoppt Jerks. nach Deepfake-Vorwürfen gegen Christian Ulmen

Die deutsche Comedyserie Jerks. wurde von der Streaming-Plattform Joyn abgesetzt, nachdem schwere Vorwürfe gegen ihren Mitbegründer, Christian Ulmen, öffentlich geworden sind. Der Schritt erfolgt, nachdem die Schauspielerin Collien Fernandes, Ulmens Ex-Frau, ihn öffentlich beschuldigt hatte, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt und mit Deepfake-Technologie pornografische Inhalte produziert zu haben. Der Fall sorgt in den deutschen Medien für großes Aufsehen und wird mit dem viel diskutierten Pelicot-Skandal verglichen.

Fernandes brach ihr Schweigen erstmals in einem im März 2026 veröffentlichten Spiegel-Bericht. Darin behauptete sie, Ulmen habe sie jahrelang im Internet imitiert, explizite Inhalte fabriziert und sich in ihrem Namen in sexuellen Chats mit Männern aus ihrem beruflichen und privaten Umfeld engagiert. Deutsche Medien beschrieben die Vorwürfe als einen Fall "aus den Abgründen zwischenmenschlicher Hölle", wobei das juristische Verfahren noch in einem frühen Stadium steckt und Ulmen die Unschuldsvermutung zugutekommt.

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Ein Sprecher des Senders ProSieben, Christoph Körfer, bestätigte, dass Jerks. am Donnerstag von der Joyn-Plattform entfernt wurde. Die Serie, in der Ulmen und Fernandes ein geschiedenes Paar spielten, hatte zuvor drei Deutsche Comedy-Preise, einen Deutschen Fernsehpreis und einen Romy gewonnen. Fahri Yardım war ebenfalls in mehreren Folgen neben den beiden Hauptdarstellern zu sehen.

Seit Fernandes mit ihren Enthüllungen an die Öffentlichkeit gegangen ist, erhält sie auf Social Media massive Unterstützung von Prominentenkollegen. Die Vorwürfe haben bei Rundfunkanstalten schnelle Reaktionen ausgelöst – die Entscheidung von Joyn markiert die erste große Konsequenz aus der Branche.

Die Absetzung von Jerks. bei Joyn folgt auf Fernandes' detaillierte Anschuldigungen, die Parallelen zu früheren Fällen digitaler Gewalt aufwerfen. Während das juristische Verfahren läuft, beginnt sich die Unterhaltungsbranche von Ulmens Arbeiten zu distanzieren. Der Fall bleibt in Bewegung, wobei die öffentliche und mediale Aufmerksamkeit weiter zunimmt.

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