20 June 2026, 00:28

Köln und Düsseldorf fordern kontrollierte Drogenhandel-Zonen gegen öffentliche Belastungen

Köln und Düsseldorf wollen den Crack-Handel legalisieren

Köln und Düsseldorf fordern kontrollierte Drogenhandel-Zonen gegen öffentliche Belastungen

Politiker aus Köln und Düsseldorf setzen sich für die Legalisierung des Handels mit harten Drogen in kontrollierten Räumen ein. Torsten Burmester und Stephan Keller argumentieren, dass dies die Belastungen mindern könnte, die durch den offenen Drogenkonsum im öffentlichen Raum entstehen. Sie haben die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen um eine rechtliche Prüfung gebeten.

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Am Kölner Neumarkt hat Torsten Burmester die Auswirkungen der Drogenproblematik hautnah miterlebt. Anwohner und Ladenbesitzer wirken emotional erschöpft, da sich das Viertel zu einem Treffpunkt für Drogenabhängige entwickelt hat. Der SPD-Politiker ist überzeugt, dass die Situation bei Bewohnern und Gewerbetreibenden weitverbreitetes Leid verursacht.

Stephan Keller, Mitglied der CDU, teilt ähnliche Sorgen in Düsseldorf. Er beschreibt die Crack-Sucht als treibende Kraft hinter aggressivem Betteln, Diebstahl und Prostitution. Abhängige konsumieren die Droge häufig in öffentlichen Bereichen wie Hauseingängen oder Ladentüren und verschärfen so die Problematik.

Crack hat Heroin mittlerweile als die am häufigsten konsumierte illegale Droge in großen deutschen Städten wie Hamburg, Berlin und Köln abgelöst. Um gegenzusteuern, schlagen Burmester und Keller spezielle Räumlichkeiten für den Mikrohandel mit harten Drogen vor. In diesen medizinisch überwachten Zentren könnten schwerstabhängige Nutzer kleine Mengen in einem kontrollierten Umfeld kaufen und verkaufen.

Die Politiker hoffen, dass die Legalisierung des Drogenhandels in diesen Räumen Kriminalität und öffentliche Belästigungen verringert. Ihr Antrag auf eine rechtliche Prüfung markiert den ersten Schritt, um diesen Ansatz zu testen. Sollte er genehmigt werden, könnte dies die Art und Weise verändern, wie Städte mit drogenbedingten Herausforderungen umgehen.

Quelle