18 June 2026, 20:22

Kultur vs. Kosten: Warum ein Chefredakteur Opernhäuser in Gefahr bringt

Sehr geehrter Moritz Doebler,

Kultur vs. Kosten: Warum ein Chefredakteur Opernhäuser in Gefahr bringt

Ein kürzlich erschienener Artikel kritisiert den Chefredakteur der Rheinischen Post scharf für dessen Haltung zu kulturellen Einrichtungen. Der Autor wirft dem Chefredakteur vor, durch seine einseitige Fokussierung auf finanzielle Aspekte die Zukunft der Oper und deren bildende Rolle zu gefährden. Diese Denkweise könnte Schule machen und damit Opernhäuser in ganz Deutschland bedrohen, warnt der Autor.

Der Chefredakteur der Rheinischen Post hatte öffentlich infrage gestellt, ob Dortmund überhaupt ein Opernhaus benötige. Als Begründung verwies er auf die hohen Sanierungskosten des Opernhauses in Köln. Der Verfasser des kritischen Artikels erinnert in diesem Zusammenhang an die frühere Tätigkeit des Chefredakteurs in Bremen, wo er als Leiter des Weser-Kuriers aus Sicht des Autors ähnlich negative Spuren in der lokalen Kulturpolitik hinterlassen habe.

Der Autor wirft dem Chefredakteur vor, Zahlen, Wirtschaftlichkeit und Selbstdarstellung über kulturelle Werte zu stellen. Kultur lasse sich nicht allein in finanziellen Kategorien messen, sondern müsse auch in ihrer emotionalen und verbindenden Kraft gewürdigt werden. Allein die Düsseldorfer Oper biete 570 Menschen Arbeit und unterstütze zudem Musikschulen, Bibliotheken sowie die musikalische Bildung von Kindern.

Der Autor besteht darauf, dass ein Chefredakteur Kultur verteidigen statt sie zu untergraben habe. Er fürchtet, dass Opernhäuser bundesweit verschwinden könnten, sollten andere Städte dieser Logik folgen. Die vom Chefredakteur geäußerte Vorliebe für angesagte Restaurants statt für kulturelle Einrichtungen untermauert aus Sicht des Autors diese Bedenken.

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Die Debatte spiegelt den Konflikt zwischen finanzieller Sachzwanglogik und kulturellem Erhalt wider. Ohne Unterstützung für Einrichtungen wie Opernhäuser riskieren Städte den Verlust wertvoller künstlerischer und bildender Ressourcen. Die Warnung des Autors verweist auf die weitreichenden Folgen für die städtische Kultur und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Quelle