Leroy Sané im Nationalteam: Warum die Kritik trotz WM-Nominierung nicht verstummt
Madlen ScholzLeroy Sané im Nationalteam: Warum die Kritik trotz WM-Nominierung nicht verstummt
Leroy Sanés Platz in der deutschen Nationalmannschaft bleibt ein heiß diskutiertes Thema. Seit seinem Wechsel zu Galatasaray Istanbul wird seine Rolle infrage gestellt – manche Kritiker behaupten sogar, der Transfer habe seine Laufbahn im Nationalteam beendet. Doch sowohl Bundestrainer Julian Nagelsmann als auch Mannschaftskapitän Joshua Kimmich haben den Flügelstürmer öffentlich in Schutz genommen.
Die Debatte um Sané erreichte einen neuen Höhepunkt, als er trotz öffentlicher Kritik in den WM-Kader berufen wurde. Selbst ein 7:1-Sieg gegen Curaçao konnte seine Kritiker kaum besänftigen. Beim letzten Testspiel vor dem Turnier wurde er von Stuttgart-Fans ausgebuht, als er als Einwechselspieler aufs Feld kam.
Nagelsmann und Kimmich loben wiederholt Sanés Einsatzbereitschaft und defensive Stärken. Auch Ex-Nationalkapitän İlkay Gündoğan meldete sich zu Wort und warnte, dass ständige Kritik einen kreativen Spieler wie Sané hemmen könnte. Sané selbst hatte zuvor mit zwei Toren und einer Vorlage im entscheidenden WM-Qualifikationsspiel gegen die Slowakei Zweifler zum Schweigen gebracht.
Auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel wurde Jamie Leweling nach seiner Einschätzung zu Sané gefragt – ein weiteres Zeichen für die anhaltende Fokussierung auf den Spieler. In einer separaten Medienrunde wurde Nadiem Amiri, der mit einer sehenswerten Vorlage überzeugt hatte, hingegen nicht zu seinem direkten Konkurrenten Jamal Musiala befragt.
Sanés Nominierung für den WM-Kader unterstreicht Nagelsmanns Vertrauen in ihn. Die anhaltende Skepsis zeigt jedoch, wie polarisierend seine Rolle in der Nationalelf bleibt. Seine Leistungen in den kommenden Spielen werden wohl den nächsten Akt dieser Diskussion prägen.
