Linke sorgt mit Israel-Resolution für Eklat: "Koloniales Projekt" und Zionismus-Ablehnung
Madlen ScholzLinke sorgt mit Israel-Resolution für Eklat: "Koloniales Projekt" und Zionismus-Ablehnung
Ein Landesverband der Linken hat für Aufsehen gesorgt, nachdem er einen Beschluss verabschiedete, in dem Israel als "koloniales und rassistisches Projekt" verurteilt wird. Die von der Landesarbeitsgemeinschaft Klassenkampf (LAG Klassenkampf) vorangetriebene Resolution fordert zudem eine vollständige Ablehnung des Zionismus in der Programmatik der Partei. Kritiker zeigen sich besorgt über die ideologische Ausrichtung der Gruppe.
Der Beschluss wurde auf einer jüngsten Parteiversammlung verabschiedet und knüpft an einen ähnlichen Entwurf an, der bereits Anfang dieses Jahres in Niedersachsen angenommen worden war. Unterstützer feierten die Entscheidung in den sozialen Medien mit einem Instagram-Post, der eine Karte des Nahen Ostens zeigte – Israel war darin getilgt und durch eine Umrisszeichnung ersetzt, die mit palästinensischen Symbolen gefüllt war. Neben der veränderten Karte enthielt das Bild eine FriedensTaube sowie Hammer und Sichel.
Verfassungsschützer warnen, der Beschluss stehe für eine besorgniserregende Abkehr von demokratischen Grundsätzen. Die Verwendung von Hammer und Sichel in Kombination mit der Wortwahl der Resolution habe die Befürchtungen über eine zunehmende ideologische Radikalisierung der Gruppe weiter verschärft.
Der Landesverband der Linken sieht sich nun mit scharfer Kritik an seiner Haltung zu Israel und zum Zionismus konfrontiert. Sowohl die Verabschiedung der Resolution als auch der anschließende Social-Media-Beitrag haben heftige Reaktionen ausgelöst. Juristen und Politikwissenschaftler hinterfragen die Vereinbarkeit der Position mit demokratischen Werten. Die Debatte offenbart tiefe Gräben innerhalb der Partei in Fragen der Außenpolitik und der ideologischen Grenzen.






