Massivprotest gegen Streichung des kostenlosen Hautkrebs-Screenings am 29. April
Madlen ScholzMassivprotest gegen Streichung des kostenlosen Hautkrebs-Screenings am 29. April
Große Demonstration gegen geplante Streichung des Hautkrebs-Screenings am 29. April vor der Kanzlei
Am 29. April findet vor dem Bundeskanzleramt eine große Protestkundgebung gegen die geplante Abschaffung des kostenlosen Hautkrebs-Screenings statt. Die Organisatoren haben bereits über 500.000 Unterschriften gegen die Kürzungen gesammelt. Die unter dem Motto "Rettet das Hautkrebs-Screening" stehende Veranstaltung beginnt um 8:30 Uhr und fordert eine gerechtere Finanzierung im Gesundheitswesen.
Ziel der Demonstration ist es, die kostenlosen Hautkrebsvorsorgeuntersuchungen alle zwei Jahre für alle Erwachsenen ab 35 Jahren zu erhalten. Die Protestierenden argumentieren, dass die Streichung dieses Angebots Patienten unzumutbar belasten würde – besonders vor dem Hintergrund, dass sich die Hautkrebsfälle in den letzten zwei Jahrzehnten nahezu verdoppelt haben.
Als symbolischen Akt werden sich Teilnehmer während der Kundgebung teilweise entkleiden und Schilder mit Parolen wie "Gesundheit muss bezahlbar bleiben" oder "Ministerin Warken, kürzt uns nicht krank" hochhalten. Zudem fordern sie die Pharmaindustrie auf, sich stärker an den Gesundheitskosten zu beteiligen.
Die Aktivistin Annika Liebert von der Organisation Campact gehört zu den Hauptinitiatoren der Aktion. Der Protest fällt zusammen mit der Vorstellung des Reformpakets von Gesundheitsministerin Nina Warken im Kabinett. Die Organisatoren setzen sich außerdem für den Erhalt bezahlbaren Krankengelds, Kinderkrankengelds sowie niedriger Zuzahlungen bei Rezepten ein.
Die Demonstration soll Druck auf die Politik ausüben, während über das Reformpaket verhandelt wird. Mit einer halben Million Unterschriften im Rücken hoffen die Veranstalter, die geplanten Kürzungen noch abwenden zu können. Das Ergebnis könnte nicht nur die Zukunft des Hautkrebs-Screenings, sondern auch die allgemeine Bezahlbarkeit von Gesundheitsleistungen beeinflussen.






