31 May 2026, 10:27

Mieter zahlen gleich viel – doch die Wohnfläche schrumpft dramatisch

Mieten in Wiesbaden: Weniger Wohnraum für 1000 Euro

Mieter zahlen gleich viel – doch die Wohnfläche schrumpft dramatisch

Mieter in Deutschland bekommen für ihr Geld deutlich weniger Wohnfläche als noch vor wenigen Jahren. Eine neue Studie zeigt, dass in 60 von 80 Großstädten die bezahlbaren Wohnflächen seit 2020 um mindestens 10 Prozent geschrumpft sind. Besonders stark betroffen ist etwa Gelsenkirchen, wo Mieter für dieselbe Miete wie 2022 heute 29 Quadratmeter weniger erhalten.

Am dramatischsten ist die Entwicklung in Gelsenkirchen: Für 1.000 Euro Kaltmiete gibt es mittlerweile 16,5 Prozent weniger Fläche. Berlin folgt dicht dahinter – hier verlieren Mieter im Vergleich zu 2022 16 Quadratmeter. Auch in Hamburg und Mainz ging die Wohnfläche spürbar zurück: um 12 bzw. 9 Quadratmeter.

In Wiesbaden reichte ein Budget von 1.000 Euro im März 2022 noch für eine durchschnittliche Wohnung von 91 Quadratmetern. Bis 2026, so die Prognose, werden es bei gleichem Budget nur noch 82 Quadratmeter sein – ein Verlust von 9 Quadratmetern in nur vier Jahren.

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Steigende Baukosten und höhere Instandhaltungskosten treiben die Mieten bundesweit in die Höhe. Zudem zwingen die seit 2022 gestiegenen Zinsen immer mehr Menschen, im Mietmarkt zu bleiben oder dorthin zurückzukehren – die Konkurrenz wird größer. Hinzu kommen der „Überlaufeffekt“ und der „Nachholeffekt“, die die Preise in Großstädten und ihrem Umland weiter anheizen.

Immowelt-Chef Theo Mseka warnt, dass sich der Teufelskreis aus schrumpfenden Wohnflächen und steigenden Mieten ohne gezielte Förderung des Bausektors weiter verschärfen werde.

Die Daten belegen einen klaren Rückgang bezahlbaren Wohnraums in Deutschlands größten Städten. Ohne Gegenmaßnahmen müssen Mieter auch künftig mit höheren Kosten für immer kleinere Wohnungen rechnen. Die Entwicklung zeigt den zunehmenden Druck auf Mieter und den gesamten Wohnungsmarkt.

Quelle