13 June 2026, 20:29

Neues Energieeffizienzgesetz: Strengere Vorgaben bis 2045 sorgen für Streit

Weiter in die zentrale Planung mit dem Energieeffizienzgesetz?

Neues Energieeffizienzgesetz: Strengere Vorgaben bis 2045 sorgen für Streit

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, um das Energieeffizienzgesetz (EnEfG) zu beschleunigen. Der Vorschlag sieht strenge Vorgaben zur Senkung des Energieverbrauchs vor und soll die nationalen Regelungen an die EU-Energieeffizienzrichtlinie (EED) anpassen.

Laut Plan muss der Endenergieverbrauch bis 2030 um fast 27 Prozent sinken. Weitere Reduktionen um 39 Prozent bis 2040 und 45 Prozent bis 2045 sind ebenfalls vorgesehen. Die bestehenden Obergrenzen für Primär- und Endenergie bleiben bestehen.

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Das Gesetz zielt darauf ab, Vorschriften zu vereinfachen und Standards mit der EED in Einklang zu bringen. Dennoch gibt es weiterhin Widersprüche zwischen dem EnEfG und dem Energiedienstleistungsgesetz (EDL-G), insbesondere bei den anerkannten Umweltmanagementsystemen für die Einhaltung der Vorgaben. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) warnt, dass die Erfüllung dieser Ziele das reale Bruttoinlandsprodukt um fast 9 Prozent schrumpfen lassen könnte.

Kritiker argumentieren, dass starre Energieobergrenzen Marktmechanismen, Eigentumsrechte und die regulierende Funktion der Preise stören. Zudem befürchten sie, dass die Maßnahmen Industrien aus Deutschland vertreiben könnten. Selbst Rechenzentren für KI müssten strenge Auflagen erfüllen, was die Attraktivität des Standorts für Neuinvestitionen mindern würde. Unterdessen hat der Weltklimarat (IPCC) einige seiner extremsten CO₂-Emissionsprognosen zurückgezogen.

Der Gesetzentwurf soll Bürokratie abbauen und die EU-Effizienzziele erreichen. Doch die strikten Obergrenzen und regulatorischen Anforderungen könnten hohe wirtschaftliche Kosten mit sich bringen. Wirtschaftsverbände und Analysten verweisen auf Risiken für die industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die Marktstabilität.

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