NRW-Wähler sorgen sich um Infrastruktur und Jobs statt um Migration
In Nordrhein-Westfalen haben die Wähler ihre drängendste Sorge nicht mehr in der Migration. Stattdessen dominieren nun Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehr die politische Debatte im Land. Auch wirtschaftliche Ängste und die Zustimmungswerte der Parteien haben sich in letzter Zeit spürbar verändert.
Die Angst vor Arbeitsplatzverlust ist deutlich gestiegen. Mittlerweile fürchten 16 Prozent der Erwerbstätigen, ihren Job zu verlieren – ein Anstieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig bewerten nur noch 22 Prozent der Wahlberechtigten die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut.
Die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist seit Februar deutlich gesunken. Nur noch 42 Prozent zeigen sich mit ihrer Arbeit zufrieden. Die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst verlor drei Prozentpunkte und kommt nun auf 32 Prozent.
Auch die SPD unter Jochen Ott hat Federn lassen müssen und fällt um drei Punkte auf 17 Prozent. Die Grünen legten zwei Punkte zu und erreichen 15 Prozent. Die Linke bleibt unverändert bei sechs Prozent.
Die FDP hat erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten und gewinnt einen Punkt hinzu. Die rechtspopulistische AfD erzielt mit 17 Prozent ihr bestes Ergebnis im Land und liegt damit gleichauf mit der SPD als zweitstärkste Kraft.
Die politische Landschaft in Nordrhein-Westfalen ist im Wandel. Infrastruktur und wirtschaftliche Sorgen bestimmen nun die Prioritäten der Wähler. Während einige Parteien an Zustimmung gewinnen, müssen andere Rückgänge hinnehmen.
