Oktoberfest beginnt mit stiller Andacht im Bierzelt statt mit Trubel
Gunda JopichOktoberfest beginnt mit stiller Andacht im Bierzelt statt mit Trubel
Jedes Jahr beginnt das Münchner Oktoberfest mit einem traditionellen Gottesdienst, der in einem der berühmten Bierzelte stattfindet. In diesem Jahr fand die Veranstaltung im Marstall-Zelt während der ersten Festivalwoche statt – eine Verbindung von religiöser Tradition mit dem lebhaften Treiben auf der Wiesn.
Der Gottesdienst wurde von einem Pfarrer geleitet, der über kein eigenes Kirchengebäude verfügt. Die Gemeinde bestand aus einer kleinen Gruppe aus einem Dorf ohne zentralen Platz, doch sie versammelten sich in dem belebten Zelt. Nur sechs Männer nahmen am Kelch teil und tranken gemeinsam Wein aus einem einzigen goldenen Kelch.
Die Umgebung war alles andere als gewöhnlich. Es wurden Kirchenlieder gesungen, und eine Lesung wurde über Mikrofon gehalten – ungewöhnlich für ein Bierzelt. Normalerweise besuchen in der ersten Woche des Oktoberfests etwa drei bis vier Millionen Gäste das Fest, doch dieser stille Gottesdienst markierte einen anderen Auftakt. Bekannt als Kirchweihfest, ist es seit langem Tradition, das Fest mit diesem Moment der Besinnung zu eröffnen.
Trotz des Lärms und der Menschenmengen draußen blieb der Gottesdienst ein ruhiger und besonderer Teil der Feierlichkeiten. Der Kontrast zwischen der andächtigen Versammlung und dem umgebenden Trubel unterstrich seinen einzigartigen Platz im Rahmen des Events.
Der Gottesdienst im Marstall-Zelt bleibt ein kleiner, aber bedeutender Teil der Oktoberfest-Eröffnung. Er bietet eine kurze Atempause, bevor die volle Energie des Festes losbricht. Für die Teilnehmer ist er eine Erinnerung an die Traditionen mitten im Festgeschehen.






