Olivia Rodrigo wehrt sich gegen Kritik an ihren Babydoll-Kleidern als "beunruhigend"
Madlen ScholzOlivia Rodrigo wehrt sich gegen Kritik an ihren Babydoll-Kleidern als "beunruhigend"
Olivia Rodrigos jüngste Modewahl hat online eine Debatte entfacht. Ihre Babydoll-Kleider, die sie im Musikvideo zu Drop Dead und bei einem kürzlichen Auftritt in Barcelona trug, führten zu Vorwürfen, kindliche Ästhetik zu sexualisieren. Die Sängerin hat nun reagiert und die Kritik als „seltsam“ und „beunruhigend“ zurückgewiesen, während sie ihren Stil als selbstbestimmt verteidigt.
Die als „Babydoll-Kleid-Affäre“ bezeichnete Kontroverse begann, nachdem Rodrigo den Look in Werbematerial für ihr drittes Studioalbum You Seem Pretty Sad for a Girl So in Love präsentierte, das am 12. Juni erscheint. Die Platte enthält die erfolgreichen Singles Drop Dead und The Cure. Kritiker argumentierten, dass die verspielte, puppenhafte Optik eine Grenze überschreite, indem sie Unschuld mit erwachsenen Themen vermische.
Rodrigo nahm in einem Interview mit dem New York Times Popcast zu der Kritik Stellung und wies die Empörung als fehlgeleitet zurück. Sie verwies darauf, dass die vollständig bedeckenden Kleider strenger beurteilt würden als freizügige Outfits. Die Sängerin deutete an, dass die Reaktion tiefere kulturelle Probleme offenbare – darunter die Verharmlosung von Pädophilie und die Tendenz, Mädchen für männliche Begierden verantwortlich zu machen.
Gleichzeitig präsentierte sie ihren Stil als feministische Aussage und nannte Punk-Ikonen wie Kathleen Hanna und Courtney Love als Inspirationsquellen. Für Rodrigo steht der Babydoll-Look für Stärke, nicht für Infantilisierung. Doch die Debatte ebbt nicht ab: Fans und Kritiker analysieren die Bildsprache weiter, während das Album kurz vor der Veröffentlichung steht.
Rodrigos Album erscheint am 12. Juni, doch die Diskussion über ihre Mode hat die Musik bereits in den Hintergrund gedrängt. Ihre Verteidigung verknüpft die Kleider mit feministischem Ausdruck, während die Kritiker in der Bewertung der visuellen Entscheidungen gespalten bleiben. Die Kontroverse zeigt die anhaltenden Spannungen zwischen künstlerischer Absicht und öffentlicher Wahrnehmung auf.






