Pole Dance als Sport: Wie eine Ukrainerin in Koblenz Vorurteile bricht
Gunda JopichPole Dance als Sport: Wie eine Ukrainerin in Koblenz Vorurteile bricht
Tatiana Ostrovska hat 2024 das Polefamily-Studio in Koblenz übernommen. In ihrer neuen Heimatstadt möchte sie die athletische Seite des Pole Dance in den Vordergrund stellen. Vor ihrem Umzug nach Deutschland leitete sie in Odessa eine große Pole-Dance-Schule.
Der Kriegsausbruch in der Ukraine 2022 zwang Ostrovska zur Flucht nach Koblenz. Als ausgebildete Physiotherapeutin bringt sie sowohl Fachwissen als auch Erfahrung in ihre neue Rolle ein. Ihr Studio bietet neben Pole-Dance-Training auch besondere Events wie Junggesellinnenabschiede an.
Ostrovska begegnet immer wieder Vorurteilen gegenüber Pole Dance – doch sie nimmt sie mit Humor. Für sie sind solche Klischees eine Chance, ins Gespräch zu kommen und Einstellungen zu verändern. Zu ihren Schülern zählen Kinder ab fünf Jahren, Jugendliche, Erwachsene und auch Männer.
In der Ukraine gilt Pole Dance bereits als anspruchsvolle Sportart. Davon inspiriert, plant Ostrovska in Koblenz einen eigenen Bereich für Luftakrobatik einzurichten. Das Studio spricht eine vielfältige Schülerschaft an. Mit ihrer Arbeit widerlegt Ostrovska Vorurteile und etabliert Pole Dance als ernsthafte sportliche Disziplin. Zu ihren künftigen Projekten gehört der Ausbau des Trainingsangebots für Luftakrobatik.
