Potsdams Oberbürgermeisterin kündigt harte Linie gegen Hausbesetzer an
Potsdams Oberbürgermeisterin Noosha Aubel hat nach der Räumung eines besetzten Hauses durch die Polizei am Montag ein hartes Vorgehen gegen Hausbesetzer angekündigt. Bei dem Vorfall in der Tornowstraße 40 auf der Halbinsel Hermannswerder gab es kriminelle Aktivitäten mit mutmaßlichen Verbindungen zu extremistischen Gruppen. Aubel versprach nun, in künftigen Fällen dieser Art umgehend zu handeln.
Die Besetzung betraf ein leerstehendes städtisches Gebäude, in dem Aktivisten auf ungenutzte Immobilien in Potsdam aufmerksam machen wollten. Die Polizei räumte das Haus am Montag und entfernte die 22 Besetzer, von denen acht nicht aus der Region stammten. Der Fall sorgt für überregionales Aufsehen, da Ermittler Verbindungen zu mindestens zwei weiteren deutschen Städten und einer europäischen Stadt feststellten.
Aubel räumte ein, sie hätte vor der Räumung lieber verhandelt, wurde davon jedoch abgeraten. Später betonte sie, dass linke Positionen zwar Teil der Gesellschaft seien, Extremismus jedoch nicht toleriert werde. Trotz des strengen Kurses ließ sie die Tür für Gespräche offen, sobald sich die Lage beruhigt habe.
Die neue Linie der Oberbürgermeisterin sieht vor, dass künftig in ähnlichen Fällen umgehend geräumt wird. Zudem gibt es Hinweise auf Verbindungen der Besetzer zu anarchistischen Kreisen, was Befürchtungen vor weiteren Unruhen schürt.
Die Räumung in der Tornowstraße markiert einen Wendepunkt in Potsdams Umgang mit Hausbesetzungen. Aubels Haltung sorgt für schnellere Entfernungen in künftigen Vorfällen, auch wenn sie spätere Gespräche nicht ausschließt. Der Fall wirft zudem ein Schlaglicht auf extremistische Einflüsse innerhalb der Besetzerbewegungen in ganz Deutschland.






