27 March 2026, 14:40

Protest im MLK-Park: Warum Mainzer Hundebesitzer gegen Leinenpflicht kämpfen

Ein Hundepark mit Kunstgras, Rampen, einem Zaun, Pflanzen, Bäumen, Fahrzeugen, Schuppen, Pfählen und einer Laterne unter einem sichtbaren Himmel.

Protest im MLK-Park: Warum Mainzer Hundebesitzer gegen Leinenpflicht kämpfen

Ein Streit um das Gassigehen im Martin-Luther-King-Park (MLK) setzt die Mainzer Stadtverwaltung unter Druck. Anwohner und ihre Hunde versammelten sich im Juli 2025, um bessere Infrastruktur für Hundebesitzer zu fordern. Die Proteste folgten auf jahrelange Spannungen wegen Leinenpflicht und des Mangels an ausgewiesenen Hundeauslaufzonen in der Stadt.

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Der MLK-Park dient als wichtige Fußgänger- und Radverbindung zwischen Hartenberg-Münchfeld und der Mainzer Innenstadt. Er verfügt über Bänke, einen Tischtennistisch, eine Boule-Bahn, ein Fußballfeld und einen Basketballkorb. Trotz seiner Beliebtheit ist er durch Schilder klar als "öffentliche Grünfläche" ausgewiesen, auf der Hunde angeleint bleiben müssen.

Eine Gruppe von Hundebesitzern nutzt den Park jedoch zunehmend als eigenen Freilaufbereich und lässt ihre Tiere oft ohne Leine laufen. Dies führte zu Beschwerden anderer Besucher. Stadtrat Steinkrüger bestätigte später, dass die Stadt keine Pläne habe, öffentliche Grünflächen in Hundeauslaufzonen umzuwandeln – mit Verweis auf begrenzten Platz und die hohe Nachfrage nach Freizeitflächen.

Der Juli-Protest zwang den Stadtrat zum Handeln. Die Behörden wurden angewiesen, verfügbare Grundstücke auf mögliche Standorte für Hundeauslaufzonen zu prüfen. Langfristig sind im MLK-Park ohnehin Umgestaltungen geplant, im Anschluss an die Arbeiten am alten jüdischen Friedhof und an der Paul-Denis-Straße.

Mainz verfügt derzeit über keine offiziellen Hundeauslaufzonen, und die Suche nach geeigneten Flächen geht weiter. Die Stadt muss die Bedürfnisse von Hundebesitzern mit dem begrenzten Grünflächenangebot in Einklang bringen. Künftige Entscheidungen hängen von der Bewertung der verfügbaren Flächen ab.

Quelle