Sabotagewelle 2025: Deutschlands Bahnnetz im Visier gezielter Angriffe
Gunda JopichSabotagewelle 2025: Deutschlands Bahnnetz im Visier gezielter Angriffe
Deutschlands Bahnnetz verzeichnet 2025 dramatischen Anstieg mutmaßlicher Sabotageakte
Im Laufe des Jahres 2025 hat das deutsche Schienennetz einen deutlichen Anstieg verdächtiger Sabotageangriffe erlebt. Behörden melden eine wachsende Zahl gezielter Störungen, die sich gegen kritische Verkehrsinfrastrukturen richten. Die Vorfälle führten zu flächendeckenden Ausfällen im Bahnverkehr und lösten Besorgnis über die Sicherheit aus.
Das Jahr begann mit der Entgleisung eines Güterzugs zwischen Essen und Oberhausen am 12. Januar. Ermittler bestätigten, dass der Unfall auf Sabotage zurückging. Nur wenige Wochen später legte ein Brand in einem Berliner Kabelkanal den Regionalverkehr lahm – linksextremistische Gruppen bekannten sich zu der Tat.
Ende Juli verursachten zwei Kabelbrände auf der Strecke Duisburg–Düsseldorf Sperrungen; die Behörden gehen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Im August durchtrennten Unbekannte Steuerkabel in der Nähe des Bahnhofs Coburg, wodurch Weichen und Signale außer Funktion gesetzt wurden. Im folgenden Monat wurden nahe Leverkusen mehrere Leitungen gekappt, was einen Stellwerksturm kurz vor der geplanten Durchfahrt eines US-Militärkonvois lahmlegte.
Im Herbst verübten zwei Ukrainer im Auftrag Russlands Sprengstoffanschläge auf eine Bahnstrecke zwischen Warschau und Lublin. Eine an den Gleisen nahe der polnischen Grenze platzierte Metallklemme brachte die Achse einer Lokomotive zum Entgleisen. Laut Bundeskriminalamt (BKA) wurden 2025 insgesamt 93 Straftaten als gezielte Sabotage eingestuft – ein Anstieg gegenüber 78 Fällen im Jahr 2023 und 58 im Jahr 2024.
Die wiederholten Angriffe haben den Bahnverkehr in Deutschland und angrenzenden Regionen massiv beeinträchtigt. Die Ermittlungen zu den Vorfällen, die sowohl zivile als auch militärische Transportverbindungen betrafen, dauern an. Angesichts der steigenden Sabotagefälle wurden die Sicherheitsvorkehrungen auf wichtigen Strecken verstärkt.






